Author: Schlenderer

Bis zum Jahr 2008 stiegen nicht nur die Immobilienpreise in Irland in ungeahnte Höhen, auch das Leben wurde teurer. Das spürten die Touristen, die das früher "arme Land am Rand Europas" nun mit ordentlich gefüllten Brieftaschen bereisen mussten. Die Restaurantpreise waren exquisiter als die gebotene...

Burgen, Schlösser, Wacholderheiden - wenn es um die Traumpfade geht, sind die markanten Wanderwege in aller Munde. Der »Monrealer Ritterschlag« oder der »Virne-Burgweg«, beide vom Wandermagazin ausgezeichnet, oder der »Bergheidenweg« und der »Wacholderweg«, die mittendurch oder entlang der Heideflächen verlaufen. Einige andere Traumpfade dagegen scheinen...

Ich fasse mich kurz und lasse die Blüten sprechen. Am vergangenen Samstag flanierten Petra und ich mit einem befreundeten Ehepaar über den "Streuobstwiesenweg" bei Mülheim-Kärlich. Wer einen längeren Wanderbericht zum Streuobstwiesenweg lesen möchte, den verweise ich auf meine Schilderung in "Für eine Handvoll Äpfel".  Jetzt aber ist...

Petra und ich sind ja gut befreundet mit den kurzen Wanderwegen gleich um die Ecke. Spontane Entscheidung. Kurzer Anfahrtsweg. Ungehemmtes Loswandern. Gerade im Winter, wenn der Kamin im Wohnzimmer vor sich hin feuert, fallen uns ja tausend gute Gründe ein, warum es heute ganz und gar nicht geht, das Wandern. Aber dann packt uns doch der Rappel, schon alleine, weil der Winter nicht nur das lustig lodernde Kaminfeuerchen zu bieten hat. Irgendwie fällt uns öfter mal die Decke auf den Kopf, so ganz ohne das Luft schöpfen im Garten oder, wenn es etwas mehr sein soll, im Wald.

Kein Wanderbericht. Nur einige Informationen. Der Bericht über meine erste Schneeschuhwanderung hat ein Update bekommen. Noch mehr Fotos am Ende. Einfach nochmal aufrufen und sich bis dorthin durchschlagen: "Ei, Großvater, was hast du für große Füße!" Ich fotografiere gerne. Besonders, seitdem ich vor gut zwei Jahren meine...

Wenn ich auf einem Schildchen Bemerkungen lese wie "... sind im Gelände noch gut erkennbar", und ich gucke mir dann einen Wolf nach dem, was da "gut erkennbar" ist oder sein soll, zweifle ich an diesem und jenem und ganz besonders an meinem Verstand (oder zumindest an meinem Blick fürs Detail). Aber dazu später mehr.

Kurze Wegstrecken haben in der manchmal doch sehr trüben Winterzeit einen nicht unwichtigen Vorteil. Sie sind schnell gegangen. Das ist einerseits schade, denn wir wollen durch die gewählte Wanderung auch dem Daheim entfliehen, wenigstens für einige wenige Stunde "vor die Tür" gehen.

[Ich bitte um Geduld, auch wenn manche Einstiege in einen Beitrag quasi die Qualität eines „Rausschmeißers“ haben.] Meine Kindheit verbrachte ich in den 60er- und den 70er-Jahren. In Weißenthurm. Manche halten das für einen herben Schicksalsschlag. Andere sprechen von Tragödie. Aber viel schlimmer als anderswo war es wahrscheinlich nicht. Damals  gab es in diesem Flecken für einen regen (nennt man heute hyperaktiven) jungen Burschen nur die Wahl zwischen „Handball“ und „Fußball“. Ich hatte zwei linke Hände, aber nur einen linken Fuß.  Mit Fußball fuhr ich also all die folgenden Jahre besser.

Wenn mir früher jemand mit „früher“ gekommen wäre, wäre ich diesem mutmaßlich „alten Sack“ gleich aus dem Weg gegangen. „Früher“ lässt ja oft anklingen, dass es eine „bessere“ Zeit als die heutige gab. Dabei ist der Angesprochene meist jünger als derjenige, dem die frühere Zeit so erwähnenswert erscheint, sodass er die Aussage mangels eigener Erfahrung gar nicht widerlegen kann. Früher waren die Männer halt noch hart, früher war man froh über jedes Stück trocken Brot. Und früher waren die Winter kälter als heute. Und reich an Schnee. Ach, was sage ich, früher ertrank man in den Schneefluten!