Mein Schwager Herbert hat etwas vor. Er fährt im Juni mit seinem Radsportteam für eine Woche in die Alpen. Vernünftige Menschen würden dort, hoch in den Alpen, die Räder abstellen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren. Herbert und seine Radgefährten sind anscheinend anders. Ähnlich wie Wanderer. Für sie sind Berge keine Hindernisse, sondern Herausforderungen. Zudem lockt sie der Lago Maggiore. [Update vom 2. Mai 2013: Herbert korrigierte mich auf unserer gestrigen Mai-Wanderung. Sie fahren an den Gardawee. Sicher ist es auch dort schön.] Dorthin radeln sie (sofern „radeln“ der richtige Ausdruck für diese in meinen Augen kräftezehrende Tortur ist).

Natürlich trainiert Herbert für das Event. Er fährt Rennrad und Mountainbike und besucht den Kraftraum, um Dampf abzulassen. Aber zur Ergänzung schwebt ihm vor, die vergleichsweise sanften Hügel in den Mittelgebirgen zu begehen. Und weil sich „Felsensteig“ schon arg nach Alpen anmutet (zumindest begrifflich), geht er gut gelaunt auf meinen Vorschlag ein.

Der „Pyrmonter Felsensteig“ war vor knapp 2 Jahren mein erster „Traumpfad“. Und das kam so (erzähle ich mal, weil es generell für mich wichtig ist). Meine Liebste schickt mich gerne vor, um die Gehbarkeit zu prüfen. Sie hat es weniger mit den Höhen (und wäre deshalb schon für eine Alpenüberquerung partout nicht zu begeistern). Ich stürzte mich damals also alleine in das Getümmel. Es war ein strahlender Sonntag, der Parkplatz schon bestens besucht, und große Badelaken lagen schon dort, wo Freunde für ihre besten Freunde einen Platz fürs Wägelchen reservieren wollten. Ich riss den Weg also in einer Menschenwelle, die über die Pfade wogte, runter – und war begeistert. Gut, weniger von der Menschenwelle, aber ich schwamm ja freiwillig mit. Aber der Weg, der hatte das gewisse Etwas. Leider auch die besagten Höhen, sodass seitdem der „Pyrmonter Felsensteig“ familienintern auf der „NoGo“-Liste steht.

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KurzInfo! Auf 11,7 Kilometern führt der “Pyrmonter Felsensteig” auch auf schmalen Pfaden über die Höhen der Eifel und in die Tiefen des Elzbachtals – so verwundert es nicht, dass auf diese Weise 363 Höhenmeter zusammenkommen. Bei unserer Wanderung war es im Elzbachtal recht glitschig und nass, und weil es ab und an über schmale Wege bergan geht, sollte auf gutes, griffiges Schuhwerk geachtet werden. Unterwegs warten Hütten und/oder Bänke auf hungrige Wanderer, also ruhig einen Rucksack mit Proviant mitnehmen, den man dort gut los wird.

Der Wanderweg ist mit dem Wagen gut erreichbar. Am besten die A48 bei Kaifenheim verlassen, sich nach diesem Ort orientieren und durchfahren, Roes dann links liegen lassen und im nachfolgenden Kreisel die richtige, mit “Burg Pyrmont” auch sachdienlich beschilderte Ausfahrt nicht verpassen. An den Wochenende muss geschaut werden, inwiefern der Parkplatz an der Mühle (“unten” im Tal) nicht komplett belegt ist – dann steht ein Ausweichparkplatz bei der Burg Pyrmont zur Verfügung (die Burg wird auf dem zuvor beschriebenen Anfahrtsweg passiert, also schön wieder zurückfahren und dann ab zur Burg).

Eine Wegekarte findet der Leser weiter unten. Über den Klickpunkt “drucken” stehen Optionen zur Auswahl, wie detailliert die PDF sein soll – am besten einfach ausprobieren, herunterladen und dann entscheiden, welche Version man bevorzugt. GPS-Tracks können ebenfalls abgerufen werden. Und die Karte kann mit Hilfe des Reiters über dem Kartenbild in unterschiedlichen Ansichten (beispielsweise bei “Google Earth”) betrachtet werden.

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Dieses gewisse Etwas also wollte ich auch Herbert vermitteln. Der letzte Februartag lockte uns mit … hm, mit trüben Aussichten. Wolken, die einem sanft übers Haare streifen und genauso grau sind. Egal, wir sind das Grauen durch den täglichen Blick in den Spiegel gewohnt. Wir parken also an der Mühle tief im Tal; den alternativ vorgeschlagenen Parkplatz an der Burg braucht es heute nicht, denn wir sind und werden es bleiben: die einzigen. Gemeinsam einsam also.

Wir steigen aus und landen im Matsch. Tja, nicht jeder Start läuft so glatt ab, der hier aber soll sich als ein Signal für alles Weitere erweisen. Hat aber auch was Gutes. Man ist direkt versaut und muss nachher nicht darauf achten, nur ja kein Schmützlein ans feine Beinkleid gerät. Der Weg führt uns an der K27 entlang zur Anhöhe; ein erster schmaler Pfad windet sich hinauf, wir winden mit. Kaum oben, lichtet sich der spröde Laubwald und erlaubt den Blick aufs Umland. Noch aber sind wir nicht ganz oben. Über eine Mischung aus Pampe, Schneeresten und Eisfallen nähern wir uns dem Heidberg.

Hier lässt sich ahnen, weshalb die Eifel früher als “preußisch Sibirien” verschrien war.

Linker Hand erahnen wir das Elztal, ansonsten umgeben uns die Felder und, nachdem wir ein Wäldchen durchquert haben, ergeben sich für uns weite Blicke über die Eifelhöhen.

Wir sind allein auf der Höh, doch im pappigen Restschnee und in dem brüchigen Eis entdecken wir Spuren der Zivilisation. Die Witterung bringt etwas Gutes mit sich: Man tritt sich nicht auf die Füße, bestenfalls in die Fußstapfen. Und ich frage mich natürlich angesichts der unwirtlichen Landschaft – denn die Felder liegen noch brach und das wenige Grün, das überdauert hat oder sich bereits hervorwagt, sieht genauso trübselig und traurig aus wie das Wetter -, was mich überhaupt nach draußen treibt. Warum ich nicht warte, bis die Sonne stetig scheint oder wenigstens die Temperaturen sich in Regionen bewegen, die einen nicht frösteln lassen.

Die ersten Imbissbuden müssen nach dem Fleischskandal schließen. Einheimische berichten, die Betreiber seien bei Nacht und Nebel davongeritten.

Vielleicht ist es prä-senile Wohnungsflucht. Die Enge verlassen. Die vier Wände hinter sich lassen. Durchatmen, auch wenn die Luft in den Lungen schneidet. Genau das spüren. Die Wolkensuppe über mir zum Teufel wünschen und doch glücklich sein darüber, dass nicht die vergleichsweise niedrige Zimmerdecke den Blick begrenzt. Weit schauen können, gleich ob der Blick nicht endlos schweifen kann, sondern eingefangen wird durch … hoppla, Windradmasten. Egal, Natur ist nicht das, was ich mir wünsche, sondern das, was mir in der Wirklichkeit begegnet. Das umfasst dann das Wetter, wie es ist, und die Landschaft, wie wir sie zurechtgebogen haben.

Der Experte für Outdoor und Touren___________________________________________________________________________________________________________

Gewiss, es gibt Jahreszeiten, in denen der „Pyrmonter Felsensteig“ mehr bezaubert. Wenn der reifende Raps auf den Feldern die Landschaft in sein sattes Gelb taucht, die Sonne den Bäumen die ersten Blätter entlockt und Blumen ihr Kleid überstreifen und Ginsterhecken erblühen. Aber schöne Wanderwege haben immer ihren Reiz, und deshalb nehmen ich dem hier nicht das übel, was ihm heute fehlt.

Natürlich verliere ich mich nicht andauernd in solchen Gedanken. Nein, eigentlich schwätzen Herbert und ich laufend. Was uns nach dem Aussichtspunkt am Sammetzkopf etwas aus der Bahn wirft. An dieser Stelle beruhige ich alle Nachläufer: Der „Pyrmonter Felsensteig“ ist bestens ausgeschildert; wir sind nur die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Wie immer …

Schnitt.

Warum das? Weil wir nach der offenen Feld- und Wiesenlandschaft in eine andere Welt eintreten. Nach der rustikalen Hauerhütte geht es abwärts. Der Weg verengt sich, wird endlich zu dem, was das Wanderherz so gerne mag: zu einem Pfad. Heute ist der besonders glitschig, wofür der Pfad nun nichts kann und was uns auch nicht so richtig stört.

Vorsicht, hinter jeder Ecke kann ein Biker lauern!

Stattdessen sinniert Herbert, der Radfahrer, über die Mountainbike-Möglichkeiten, die der Traumpfad böte. Ich erzähle ihm lieber nicht davon, wie eingefleischte Wanderer auf solche subversiven Gedankenspiele reagierten. Rädern wäre da eine auf der Hand liegende, vielleicht sogar eine sanfte Methode, um das Biker-Begehren im Keim zu ersticken. Auf der anderen Seite hat die Idee Charme – wenn man wie ich auch (selten) mit dem Mountainbike unterwegs ist. Wenn also wieder einmal ein Biker an euch vorbeipfeift – vielleicht bin ich es!

2013: deutsche Bank am Ende.

Joggen wäre auch ein Gedanke. Die brettern einen wenigstens nicht um, sondern schubsen einen nur ins Gebüsch.

Gebüsch: Es wird buschiger, die Bäume sind knorriger, die Erlen sind noch unbekleidet, also nackt, aber der Elzbach rauscht und sprudelt wie immer und ewig. Mag sein, dass dieses verlässliche Dasein eines Baches auch den Reiz ausmacht. Zu jeder Jahreszeit bleibt als Konstante der gleichmäßig fließende Elzbach, mal mehr, mal weniger Wasser führend. Wir nähern uns auf den folgenden Kilometern dem Wasserlauf, manchmal aber führt uns der Pfad bergan, um dann am Hang entlang dem Bach zu folgen.

Elzbachtümpel.

Ein anderes Mal schwingt sich der Weg wieder hinunter, und im Sommer könnten wir jetzt die Schuhe abwerfen und uns die Füße im Nass vertreten. Heute ist es im Tal jedoch ordentlich kalt, und es bleibt bei der Vorstellung. Beides aber ist reizvoll: von der Höhe hinabzuschauen oder dicht am Ufer entlangzuziehen.

Hängebauchbaum.

Das Auf und Ab in der “Teufelskammer” summiert sich zu einigen schönen Höhenmetern. Genug, um die Strecke für eine Pause zu nutzen – wozu sich eine der Traumbänke anbietet. Die Stärkung brauchen wir auch, denn letztlich bringt der Weg hoch zur Burg Pyrmont noch einige weitere Schritte hoch hinauf mit sich. Die Burg ist noch bis Ende April für Besucher nicht geöffnet, weswegen wir unseren Weg nach einem kurzen Blick aufs Gemäuer fortsetzen.

“Bleib mal stehen, ich mach ein Foto von … hey, bleib doch stehen!” Herbert läuft aus dem Bild.

Noch einmal windet sich der Steig an einem Berg entlang, runter geht es und noch einmal hoch, eine weitere Bank präsentiert einen eindrucksvollen Blick auf die Burg Pyrmont, bevor es dann die letzte Strecke abwärts geht zum Wasserfall gleich an der Mühle.

Enge Pfade, bunte Farben.

Dem Wasserfall nähern wir uns, soweit es geht, hören das tosende Wasser, das unter der steinernen Straßenbrücke hervorbricht und in die – geringe – Tiefe stürzt. Die Mühle beherbergt heutzutage einen Landgasthof, dem wir aber keinen Besuch abstatten; 2012 fand ein Besitzer- oder Eigentümerwechsel statt, sodass ich nach meinem letzten Besuch vor 2 Jahren nur den Hinweis auf die Website hinzufügen kann.

[tip]

KurzInfo! Der Elzbach ist ein knapp 60 Kilometer langer Nebenfluss der Mosel, der auch durch Monreal fließt und vorbei an den Burgen Pyrmont und Eltz bei Moselkern in die Mosel mündet. Die Burg Pyrmont wurde Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. 1810 wurde sie zum Abbruch versteigert, was zum langsamen Verfall führte. Erst im 20. Jahrhundert erfolgte der Wiederaufbau. Heute kann sie nicht nur besichtigt, sondern beispielsweise auch für stilvolle Übernachtungen genutzt werden. Zur Einkehr während oder nach der Wanderung bietet sich entweder die Burg Pyrmont (Öffnungszeiten beachten!) oder die Pyrmonter Mühle an.

Quellen: Wikipedia und die Websiten der Burg Pyrmont und der Pyrmonter Mühle.

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Wir sind also zurück, denn nah bei der Mühle steht unser Fahrzeug. 3 1/2 Stunden waren wir unterwegs, im Sommer wären wir womöglich länger an beschaulichen Plätzen stehen oder sitzen geblieben, sodass um die 4 Stunden eine gut machbare Gehzeit darstellt.

Mühle und Burg und Wasserfall.

Ich hatte den „Pyrmonter Felsensteig“ in sehr guter Erinnerung behalten. Er ist so vielfätig, dass er viele Geschmäcker bestens bedienen kann. Mir gefällt diese Schärfe bei der Streckenführung. Nach einem ersten Anstieg bin ich „oben“, lasse mich von der Weite einfangen und über breite Wirtschaftswege zwischen Feldern und Wiesen geleiten. Dann kommt der Bruch; es schlängelt sich hinunter ins Tal. Und ich finde mich in einer anderen, einer engeren Welt wieder, die mich durch ihre Abgeschiedenheit (den Maßstab genommen, den wir bei unserem dicht bevölkerten Land anlegen müssen) in ihren Bann schlägt. Ganz nebenher schiebt sich die Burg Pyrmont ins Blickfeld und beansprucht selbst dann, wenn die Tore verschlossen sind, durch ihre gewaltige Präsenz meine Aufmerksamkeit. Und der Wasserfall ist das Sahnehäubchen zum Abschluss – als wär‘s ein guter Roman, der den Leser mit einem Knalleffekt verabschiedet, statt ihn seicht in den Schlummer zu wiegen.

Der Blick auf “Burg Pyrmont” von der letzten Ruhebank aus.

Mein Tipp also für diejenigen, die den „Pyrmonter Felsensteig“ erstmals gehen möchten. Der Natur noch ein paar Wochen Zeit lassen, um sich zu entfalten. Ich bin sicher, schon die ersten richtigen Frühlingstage lassen den Weg in einem anderen Licht leuchten. Dann einen Wochentag suchen, um sich auf den engen Pfaden nicht allzu oft in die Quere zu geraten. Etwas Zeit einplanen für einen Besuch der Burg Pyrmont.

Der “Pyrmonter Felsensteig” im Frühsommer 2011.

Ich behalte den „Pyrmonter Felsensteig“ wie bisher in allerbester Erinnerung. Wahrscheinlich ist er mir auf den Leib geschneidert, erfüllt er doch viele meiner Vorstellungen von einem – für mich! – herrlichen Wanderweg. Ob andere ebenso begeistert sind wie ich, weiß ich selbstverständlich nicht. Aber jeder kann die Probe aufs Exempel machen: Nicht nur diesen Wanderbericht über den „Pyrmonter Felsensteig“ lesen, sondern es als Anregung annehmen – und den Felsensteig selbst wandern. Nicht sofort, aber bald. Versprochen?

Traumpfad "Pyrmonter Felsensteig"

[Die Galerie zeigt weitere Impressionen vom “Traumpfad Pyrmonter Felsensteig”. Die Galerie lässt sich mit den beiden Buttons unten rechts “bedienen”. SL – der linke Button – löst eine Slideshow aus, mit FS – der rechte Button – wechselt man in den Vollbildmodus. Für die richtige Anzeige der Galerie ist der Flash Player von Adobe notwendig.]

Schlenderer

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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16 Responses

  1. Guido

    Werter Schlenderer,

    ich bin, um ehrlich zu sein, auf der Suche nach neuen Mountainbike-Touren und dem Umweg über die Traumpfad-Website auf Deiner Seite gelandet.

    Die vielen tollen Berichte, Fotos und kurzweiligen Schilderungen Deiner “Schlendertouren” finde ich toll. Deine Website zeigt Eindrucksvoll in was für einer traumhaften Ecke Deutschlands wir leben!

    Trotzdem finde ich es schade, das sich beim “eingefleischten Wanderer” immer noch hartnäckig das Vorurteil des “Rüpelmountainbikers” hält. Ich verstehe einfach nicht warum MTB´ler und Wanderer nicht in friedlicher Koexistenz Leben können. Definitiv lieben beide Gruppen die Natur und die Bewegung an der frischen Luft. Beide genießen die Landschaft und sind gleichermaßen stolz wenn sie eine besondere Herrausforderung gemeistert haben oder einen neuen Weg (Trail) für sich entdeckt haben. Das der Mountainbiker dabei in der Regel schneller unterwegs ist als der Wanderer, liegt in der Natur der Sache. Was jedoch nicht heißt das Wanderer (oder Schlenderer) Rücksichtslos über den Haufen gefahren werden.
    Das es Extremfälle gibt, streite ich nicht ab! Die gibt es allerdings auch auf Seiten der Wanderer. (Drahtfallen auf Kopfhöhe, Nagelbretter, Scherben oder absichtlich verblockte Wege sind keine Ausnahme)

    Allerdings sollten wir die Ausnahme nicht zur Regel verklären.

    Eventuell begegnen wir uns mal auf einer Schlender- oder Mountainbike Tour. Du erkennst mich daran, dass ich Dich nicht umfahre, sondern am Wegrand anhalte und Dich vorbeischlendern lasse. Dabei werde ich Dich mit einem freundlichen “Hallo” grüßen.
    Falls Du für mich Platz machen solltest, werde ich Dir mit einem ehrlich gemeinten “Vielen Dank” begegnen. Eventuell unterhalten wir uns sogar übers Wetter oder den weiteren Streckenverlauf ;-)

    Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deinen nächsten Touren. Ich bin mir sicher Du fieberst dem Frühling ähnlich entgegen wie ich.

    Mach weiter so !!!

    Viele Grüße

    Guido

    Antworten
    • Karl-Georg Müller

      Hallo, Guido!

      Ist da mein Text falsch rübergekommen? Ich habe absolut nichts gegen Mountainbiker. Ich dachte eigentlich, dass dies im Beitrag auch so ausgedrückt wurde. Mein Schwager Herbert und ich reden öfter übers Radfahren (er fährt auch Rennrad), und ich selbst bin, als ich mich noch etwas geschmeidiger fühlte, mit Lust und Energie auch über Waldwege gefahren. Ich kann also beide Seite verstehen – oder eben nicht, wenn Ressentiments aufkommen. Ich hatte in meinen vielen Jahren als Wanderer auch noch nie eine unliebsame Begegnung mit einem Biker; dass manche nicht grüßen, kommt auch bei Wanderern vor (sogar gehäuft, je nach Wanderstrecke und Wochentag). Ich werfe ihnen dann meist ein so lautes “Guten Tag!” hinterher oder vor die Füße, dass sie nicht ausweichen können. Biker sind natürlich schon längst über alle Berge. ;-)

      Es kann also durchaus sein, dass wir uns beide auf Mountainbikes begegnen, wobei ich meins erst mal wieder auf Vordermann bringen müsste. Unser Ältester wird übrigens in wenigen Wochen auf Mallorca sein. Mit dem Mountainbike ;-)

      Ich wünsche Dir natürlich genauso viel Spaß bei Deinen Touren!

      Man sieht sich! :-)

      Georg

      Antworten
  2. Michael

    Also du hast dir ja ne doppelte Anstrengung auferlegt.
    Den Weg im Winter, an einem trüben Tag – und dann noch zusammen mit einem Biker!!! :-)
    Dein Bericht ist wie immer unterhaltsam geschrieben.
    Und für die “Bikerbegleitung” verleihe ich dir hiermit den goldenen Wanderer-Geduldsorden! :-)
    Das kenne ich nämlich auch. :-)

    Antworten
    • Georg

      Herbert ist wirklich ein sehr geduldiger Biker. Und die Biketouren, an denen er teilnimmt, macht er mit seinem Radclub und im Rahmen der RTFs (http://de.wikipedia.org/wiki/Radtourenfahren) oder CTFs (das sind dann die “Country-Tourenfahrten” mit Mountainbikes). Das ist dann alles offiziell, die Strecken sind ausgeschildert – und die Wanderer sind vorgewarnt. ;-) (Wenn ich demnächst mit Herbert eine Duotour mache, sollten Wanderwillige aber doch die Radionmeldungen verfolgen: “Vorsicht in der gesamten Eifel, zwei ältere Mountainbiker sind losgelassen worden. Wege zügig freimachen, Wanderstöcke stillhalten – und unbedingt Getränke reichen!”)

      Antworten
      • Gaby

        Hallo Bruderherz,
        wir haben Deinen wieder herzerfrischenden Wanderbericht gelesen, und man meint, man wäre mittendrin. Einfach wunderbar.
        Auch die herrlichen Bilder mit den passenden, auch teilweise köstlich amüsanten Texten sind einmalig.
        Und wenn mann selbst dabei war, wie beim “Schlendern” auf dem Traumpfad “Heidehimmel Volkesfeld” und liest die Zeilen fühlt man sich direkt wieder dorthin versetzt.
        Herzlichen Dank für diese tollen Beschreibungen.
        Ach ja, Dein Schwager, wie Du auch schreibst, ist wirklich ein angenehmer Biker. Auch er liebt die Natur.
        PS: Herbert will die Tour das nächste Mal mit Dir mit dem MTB fahren. ;-)
        Liebe Grüße von Schwesterherz

      • Georg

        Die nächste gemeinsame Wanderung sollte ja nicht mehr so lange auf sich warten lassen. Vielleicht schaffen wir’s ja sogar noch vor dem 1. Mai … Und dass mein Herr Schwager ein angenehmer Biker ist, weiß ich doch, und darüber hinaus ist er natürlich auch ein angenehmer Mitwanderer. :-) Wobei, das nächste Mal eine MTB-Tour? Gebongt!

  3. Rainer Motte

    Ich erinnere mich sehr gern an diesen Weg, den ich voriges Jahr an einem Oktobersonntag ging. Auf dem Hof der Burg Pyrmont fand eine Hubertusmesse statt. Da ich unterhalb der Burg geparkt hatte, also zuerst die Schleife zur Mühle ging, konnte ich den Klang der Jagdhorngruppe kilometerweit hören, bis in den Anstieg nach der Mühle hinein. Ich hatte permanent Gänsehaut. Es war für mich ein großes Erlebnis, das ich nicht vergessen werde. Rutschig war es bei mir auch, da es die ganze Nacht geschüttet hatte. Dafür war am Tage strahlender Sonnenschein. Diese Wanderung war ein gelungener Start in meine Moselwoche 2012.

    Antworten
    • Georg

      Langsam frage ich mich, warum Herbert und ich den Weg gingen, als gar nichts los war.

      Antworten
  4. Frank

    wir haben den Pyrmonter Felsensteig letzten August erlebt und genossen. Ein sehr sc höner Traumpfad :-) Auch wir können die Mühle empfehlen, nachdem wir Nachmittags auf der Tour im Biergarten ein leckeres Weißbier genossen hatten, sind wir am Abend noch mal zurück und haben sehr gut zu Abend gegessen.
    Am nächsten Tag haben wir dann noch den Traumpfad Eltzer Burgpanorama gemacht, da war dann deutlich mehr “Wanderverkehr” was evt. auch daran lag das es Sonntag war ;-)

    schöne Grüße aus der Eifel
    Frank

    Antworten
    • Georg

      Sieht ja ganz so aus, als ob ich wegen der Mühle doch wieder zum “Pyrmonter” muss. Oder – wäre ja auch eine Möglichkeit – auf der Rückfahrt vom “Eltzer Burgpanorama”; beim letzten Besuch war die Burg noch eingerüstet, und ab dem 24. März ist sie, wie ich gerade nachgeschaut habe, auch für Besucher wieder offen. Ich glaub, Burg Eltz ist in der Saison immer gut besucht, von der Mosel hoch schwappen da ganze Besucherströme (jedenfalls schwappten die uns bei der letzten Wanderung dort entgegen, und ich erinnere mich an eine sehr lang zurückliegende eigene Wanderung … aber das erzähle ich besser erst beizeiten).

      Antworten
  5. Ursula Peters

    Hier war der Schlenderer mal wieder ganz in seinem Element: witzig, spritzig, einfallsreich. Zum Glück auch wieder ganz und gar positiv.(Zwinker!) Es macht viel Spaß, sich diese Wanderbeschreibungen reinzuziehen , garniert mit tollen Fotos!
    Liebe Grüße Ursula

    Antworten
    • Georg

      Ach, tief im Herzen bin ich immer positiv gestimmt, auch wenn sich’s manchmal anders liest. ;-)

      Antworten
  6. Angelika

    ach herrje ist das wieder herrlich Dein Bericht ! Aber Hut ab, daß Ihr den Weg jetzt um die Jahreszeit gewagt habt, wo die Wege doch recht “flutschig” werden können gerade am Flusslauf.
    Nachdem ich die Runde – oder naja nur Teile davon letztes Jahr genossen hatte – kann ich alles auch richtig miterleben :-) – übrigens war ich in der Mühle essen und es hat mir sehr gut gemundet – auch die Bedienung war sehr freundlich – allerdings muss man wissen, wenn man im Biergarten sitzt ist es doch etwas feucht – kommt wohl von der Lage direkt am Wasserfall !
    Dein Bericht hat wieder viel Spass gemacht – vielen Dank dafür :-))

    Liebe Grüsse Angelika

    Antworten
    • Georg

      Wenn wir vom Rheintal hochfahren, wissen wir oft gar nicht, was uns “oben” erwartet. Aber wir – mein Schwager und ich – sind doch noch soweit gut zu Fuß, dass wir eine Rutschpartie in Kauf nehmen können. Wobei … großspurig, wie ich das hier schreibe, werde ich beim nächsten Mal garantiert auf die Schnauze fallen. Aber auch das muss ein Wanderer wegstecken. ;-)

      Von eurem “Erlebnis” beim “Pyrmonter Felsensteig” las ich gestern auch (hier: http://www.hundegassi-ausflug.de/page3.php?category=13&post=116 – Angelika hat auch Fotos vom Innenbereich der Burg Pyrmont, auf die ich noch verzichten musste!). Sehr unglücklich, denn dadurch habt ihr ausgerechnet den erlebnisreichsten Teil des Weges verpasst.

      Antworten
  7. Elke

    Also ich bin ja entsetzt, keine Futterpause über die ganze Strecke?
    Den Weg im Winter, an einem trüben Tag auch noch, zu gehen, das ist mutig.
    Freiwillig Frust sammeln nenne ich das :-)

    Wie ich aber lese, hattest du ganz freundliche Gedanken, hin und wieder.

    War mal wieder herrlich zu lesen, bis auf die Passage mit dem biken, das lass man, davon gibt´s genug

    Grüßlies
    Elke

    Antworten
    • Georg

      Habe ich wirklich nicht auf unsere zahlreichen Futterpausen hingewiesen? Das wird mir aber nicht noch einmal passieren. Natürlich hatten wir prall gefüllte Rucksäcke zu Beginn der Tour – und schlaff-leere am Ende. Wandern ohne Essen ist wie Sommer ohne Sonne. Die Bike-Idee gebe ich aber natürlich nicht auf, wobei … im Juni sind wir für einige Tage im Pfälzer Wald, und dort gibt es wirklich – auch von mir auf Tauglichkeit für meine reduzierten Ansprüche erprobte – für Mountain-Biker speziell ausgewiesene Strecken, teilweise sehr pfadig und lang. Ich werde also vermutlich, damit mir niemand einen Wanderstock ins Kreuz hauen muss, andere Wege abgrasen.

      Antworten

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