Georg: Ja, geh ich denn schon am Stock? In jungen Jahren war ich ja richtig stolz, einen Wanderstock zu haben. Aus welchem Holz waren die geschnitzt? Keine Ahnung, das war mir sicher damals und erst recht auch heute egal. Wichtiger war, wozu er diente: um dort, wo unsere Eltern uns mit hinnahmen, die Metallschildchen aufzunageln, trophäenmäßig. Zum Abstützen oder als »Gehhilfe« brauchte ich den nicht – so etwas brauchten nur alte Leute.

LEKI Wanderstöcke (10)Heute bin ich nicht nur älter, sondern auch die Zeiten sind andere. Heute zählt man zum alten Eisen, wenn man nicht eine der modernen Gehhilfen zur Hand hat. Oder noch besser: in beiden Händen. Jetzt gibt es natürlich Einsatzgebiete, bei denen ein oder mehrere Wanderstöcke eher auf der Hand liegen. Im Hochgebirge beispielsweise. Würde ich dort regelmäßig wandern, stünden mir so ein schickes Paar sicher schon längst zur Seite.

Aber ich wandere und wandele in den Mittelgebirgen. Selten richtig steil, öfter gemütlich bergig, meist erholsam hügelig. Braucht der Mensch – in diesem Fall also ich – diese Wanderstöcke?

Klemmverschluss offen

Man soll ja niemals nie sagen, schon gar nicht, wenn es einem an Erfahrung mangelt. Da hilft also nur eins: Wanderstöcke kaufen. Oder testen. Testen ist für einen Blogger wie mich die Geldbörsen freundliche Art, eine Probe aufs Exempel zu machen. Wiewohl sich niemand täuschen soll: Ein Testbericht ist nicht mal schnell dahingekleckert – jetzt musste ich doch mal auf die Tube mit dem Selbstmitleid drücken. ;-)

Aluminiumrohr einschieben oder herausziehen und auf die richtige Länge einstellen.

Der Outdoorausrüster »Campz« stellte mir ein Paar Wanderstöcke zur Verfügung. Ich hatte die Wahl zwischen verschiedenen Herstellern und Systemen und entschied mich dann für das Modell »LEKI Corklite« von der gleichnamigen Firma. Selbst wenn man wie ich Neuling bei Wanderstöcken ist, kenne ich den Namen LEKI. Immerhin ist das kein Noname-Produkt wie jenes, das Petra seit einiger Zeit, tja, herumstehen hat. Ich hatte diese, ums mal nett auszudrücken, sehr Stabilen (euphemistisch für »sauschwer«) nie ausprobiert; da passte schon von der Haptik her für mich gar nichts zusammen. Eine Entscheidungshilfe boten sie mir aber: Die Billigheimer wurden per Drehverschluss verlängert oder verkürzt, der aber hakte nach wenigen Durchgängen, sodass ich gleich einen Entschluss gefasst hatte: Meine sollen schnappen, nicht drehen.

… und dann die Klemme wieder schließen. Sitzt fest.

Die »Corklite« also verfügen über ein Klemmsystem mit Spannhebeln. Eine dritte Möglichkeit stellen übrigens noch die »Faltstöcke« dar, bei denen für mich der gravierende Nachteil ist: Sie haben eine fixe oder nahezu fixe Länge. (Zwar gibt es sie in verschiedenen Abstufungen, doch muss man sich natürlich vor dem Kauf festlegen.)

Jedenfalls lassen die »Corklite« schnell in der Länge verändern. Die Klemmhebel halten die eingestellte Länge, sie lassen sich dabei leicht öffnen und wieder schließen. Die beiden Rohre sind leicht, also ohne großen Kraftaufwand verschiebbar.

Ausrüstungstester erkennt man übrigens ganz leicht. Sie benehmen sich seltsam. Ums haargenau zu machen, habe ich bei durchaus warmen Außentemperaturen Handschuhe angezogen. Ich hätte es auch Indoor machen können, aber wollte unsere Katze nicht verstören. Sie ist sensibel. Im Garten also der »Härtetest«, und ja, es klappt auch gut mit Handschuhen »Modell Winter«, also gefüttert und nicht unbedingt handlich.

Weil wir gerade bei Handschuhen, also im engeren Sinne bei den Händen sind: Die »Corklite« sind pfiffig, sie tragen ihr Merkmal im Namen. Die Griffe sind nämlich – Überraschung! – aus Kork. Vorab hatte ich mich informiert, mit Kunststoffgriffen soll man eher schwitzen, EVA-Schaum als weiteres mögliches Material behagte mir aus unbekanntem Grund nicht (ich treffe meine Wahl nicht immer nach logischen Kriterien …) Außerdem ist Kork ein Naturmaterial, und als altem Naturbuschen liegt mir das halt nahe.

Die Spitze sitzt beim Wanderstock unten und ist aus Hartmetall, der Teller darüber aus Kunststoff.

Neben Kunststoff und Kork dominiert Aluminium: die Rohre. Die speziellen Spezifikationen spare ich mir – »Hochfestes Aluminium der Legierung 7075« nennt mir die LEKI-Website, böhmische Dörfer nannte das dann zu meiner Jugendzeit. Mir kommt es eher auf die praktische Handhabung an, die technische Seite ist schön fürs Präsentieren in Fachzeitschriften.

Praktisch geht’s aber nur draußen, und dieses draußen ist sogar jenseits unseres Gartens. Im Mittelgebirge, um genau zu sein. Dorthin nahmen wir – warum »wir«, kläre ich gleich auf – die Wanderstöcke mit, nach Prüm für den Kurzurlaub, in die Vordereifel, in den Westerwald. Kurz: in alle möglichen Einsatzgebiete, die so der handelsübliche Wanderer in unserer Kante – RLP/NRW/SAAR/HESSEN – abgrast.

Und den Anfang bei den Testwanderungen machte dann Petra.

Petra: Wanderstöcke, irgendwie klingt das für mich so nach alten Leuten, Gehhilfe und so. Was soll ich also damit.

Und dann die Dinger immer in der Hand halten, das muss doch total stören. Aber ausprobieren wollte ich es doch. Also zogen erst mal Einfache vom Discounter ein. Das Einstellen war so eine Sache für sich, schon nach einigen Versuchen hatte ich es geschafft, einen zu ruinieren.

Die Sache von der Seite betrachtet: Hartmetallspitze und Teller

Dann also die Stöcke von LEKI, ein neuer Versuch.

In einigen Blogs hatte ich gelesen, dass Wanderstöcke auch eine Sicherheit bei Höhenangst und schmalen Pfaden geben sollen. Da wurde ich natürlich doch wieder hellhörig. Sollte darin vielleicht eine einfache Lösung für meine Probleme liegen?

Bei den ersten Wanderungen war ich schon etwas skeptisch. Aber so furchtbar wie erwartet war es gar nicht die Stöcke in den Händen zu halten. Außerdem kann man sie ganz einfach an der Seite des Rucksackes festschnallen, da stören sie dann ja auch nicht.
Die Korkgriffe liegen angenehm in der Hand, auch bei hohen Temperaturen schwitzen die Hände nicht.

Korkgriff mit Handschlaufe, die in der Länge angepasst werden kann.

Aber die für mich wichtigste Frage: Geben sie mir die Sicherheit, die ich mir von ihnen erhoffe.

Gleich auf der ersten Wanderung konnte ich es testen. Ein schmaler Pfad, mit etwas Abhang an der einen Seite. Das Bauchgrimmen können sie mir natürlich nicht nehmen, aber durch das leichte Abstützen auf beiden Seiten, gibt es mir ein klein wenig Sicherheit dazu, und ein solcher Weg lässt sich leichter bewältigen. Ein Freund von solch schmalen Pfaden, die sich an Hangkanten entlangwinden, werde ich deshalb garantiert auch jetzt nicht, aber ein etwas sichereres Gefühl habe ich – und das ist doch immerhin schon mal ein Anfang.

Sicherheitstraining

Aber auch auf ganz normalen Wegen bieten die Wanderstöcke eine tolle Hilfe. Ich kann mich mal drauf abstützen, wenn der Weg gar zu lang wird und die Beine schwer. Auch beim Höhenerklimmen sind sie sehr von Vorteil. Ich empfinde es als sehr angenehm, bei einer Steigung die Stöcke als Hilfe einzusetzen. Ich ermüde damit nicht ganz so schnell.

Georg: Was soll ich anderes sagen als: Frauen haben ja immer recht! Wir tauschen also zwischendurch die Stöcke aus. Petra macht ein unzufriedenes Gesicht, was sich aber wieder aufhellt, als ich sie zurückgebe. Dafür gucke ich dann betreten, als sie wieder losmarschiert. Auch mir geht es so, dass ich »sicherer« gehe, obwohl ich nie das Gefühl hatte, nicht sicher auf den Beinen zu sein. Aber der Schritt wird wirklich schneller (ja, es geht trotzdem auch langsamer), die Armbewegungen sind ganz andere als ohne Wanderstöcke; sie schwingen mit und verleihen deshalb der Bewegung einen zusätzlichen Schub vorwärts. Jetzt weiß ich auch, weshalb beim Joggen dieses heißgeliebte »Klack…Klack…Klack« immer näher kommt, obwohl ich mich abhetze, bis es dann an mir vorbei ist. Die Nordic Walker gehen einfach leichter dank Hilfsmittel. So ähnlich geht’s beim Wandern.

Bei Anstiegen helfen sie wirklich, solange der Pfad nicht allzu schmal ist; dann können sie natürlich auch hinderlich sein. Hier offenbart sich auch einer der Nachteile: Will ich nicht durchgängig am Stock gehen, muss ich sie hin und wieder wegpacken und auspacken. Rucksäcke haben in aller Regel spezielle Halterungen an der Außenseite, trotzdem heißt es: Rucksack runter, Stöcke zusammenschieben, befestigen, Rucksack rauf. Ist jetzt nicht die große Sache, und Wanderung soll für mich eh keine Hetze sein, aber für manch einen kann es leidig sein.

Je nachdem, ob ich ansteige oder hinabgehe, sollte der Wanderstock auch in der Länge angepasst werden. Normal ist: Ellbogen im rechten Winkel – zugreifen. Die Stöcke haben Maßangaben, sodass ich trotz Wandererwechsel (Petra – Georg – Petra – Geo…nein?) recht rasch die richtige Länge eingestellt habe. Berghoch sollte es etwas kürzer sein, bergab etwas länger (bitte nicht andersherum probieren, der Bergpfad abwärts ist lang und gut ausgebaut für Rollende). Immer handele ich aber nicht nach Vorschrift, ansonsten hieße es ja bei jeder flachen Kurzetappe: Klemmverschluss auf und schieben. Das schenke ich mir manchmal, jeder muss selbst sehen, wie genau er es nehmen möchte und wie er am besten zurechtkommt.

Speedhiking soll mit Wanderstöcken echt toll laufen. Ehrlich gesagt: Das habe ich nicht ausgetestet. Ich mag ja Widersprüchlichkeiten, aber ein Schlenderer, der speedhiked, war mir dann doch zu viel. Ich glaube es aber unbesehen.

Verstockter Vollpfosten

Petras Fazit: Wanderstöcke sind doch eine tolle Erfindung. Ich muss sie nicht zwingend immer in den Händen halten, aber zu gewissen Zeiten und an gewissen Stellen sind sie eine Hilfe, die ich sehr gerne auch weiterhin in Anspruch nehmen werde.

Jetzt muss ich mich nur jedes Mal mit Georg einigen, wer wo und wann die Stöcke nutzen kann und darf. Oder wir nehmen einfach jeder einen.

Georgs Fazit: siehe Petra Fazit. Ich bin angenehm überrascht. Ich werde die Wanderstöcke nicht auf jeder Tour mitnehmen, aber wenn ich abschätzen kann, ob sie mir eine Hilfe sind (beispielsweise bei längeren Anstiegen), packe ich sie ein. Also nicht immer, aber ziemlich oft. [Update: Bitte die Hinweisen von Christoph bei den Kommentaren nach diesem Beitrag lesen!]

Und genau genommen ist das Gewicht bei einer Tagestour, zu der ich sowieso nicht allzu viel mitnehme, fast zu vernachlässigen: 554 Gramm wiegen beide zusammen. Ach, und zusammengeschoben werden können sie auf eine Länge von 67 cm (Maximallänge ist dann 135 cm). Für harten Untergrund wie Asphalt werde ich mir demnächst noch die passenden Gummipuffer anschaffen.

Auf der Website von »Campz« kann man sich im Outdoorberater über weitere Themen informieren, speziell die »Ausrüstungstipps« finde ich wirklich interessant.
Und jetzt muss ich mich nur jedes Mal mit Petra einigen, wer wo und wann …[tip]

+ Entlastung der Kniegelenke und Muskulatur
+ schnellere Wanderbewegung möglich
+ Training für den Oberkörper und die Arme (sh. Nordic Walking)
+ betontere aufrechte Körperhaltung
+ Hilfe bei Anstiegen und Abstiegen
+ Sicherheit im schwierigeren Gelände
+ schnelle Verstellung der Länge (Klemmverschluss)
+ lassen sich auch mit Handschuhe verstellen (Klemmverschluss)
+ Angenehme Griffe (Kork) und Halt durch Schlaufen
o etwas schwerer als Modelle mit Drehverschluss
– zusätzliches Gewicht
– relativ lang selbst im eingefahrenen Zustand/sperrig
[/tip]

Schlenderer

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
Schlenderer

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9 Responses

  1. Niklas Raab

    Hallo Georg,

    vielen Dank für deinen Artikel mit deinen guten Bildern.
    Jetzt muss ich zum Thema Wanderstöcke persönlich auch noch ein Statement abgeben: Ich bin im letzten Jahr immer häufiger mit dem Wanderstock in den Alpen gewesen, da ich mir sicherer bin wenn ich mit diesen über rutschiges Gelände laufe. Geht es euch da auch so oder bin nur ich der Ansthase?

    Jedenfalls viele Grüße aus den Alpen,

    Niklas

    Antworten
  2. Elke Weber

    Hallo Georg,
    ich nutze meine Treckingstöcke, ursprünglich vor eineinhalb Jahren für eine Hüttentour im Allgäu gekauft, auch fast ständig. Ich habe eine extraleichte Damenversion von Leki mit Antishock-System und kann diese wirklich nur empfehlen.Da ich ebenfalls die Drehverschlüsse der Billigstöcke kenne und nicht mag, wollte ich Stöcke mit Speedlock, musste aber zugunsten des Antishock-Systems den Kompromiss eingehen, das der obere Verschluss der gewünschte Speedlock ist und der untere ein Drehverschluss. Die Dame im Outdoorladen musste mir hoch und heilig versprechen, dass ich die Stöcke wiederbringen darf, wenn ich nicht klar komme. Inzwischen habe ich meine Stöcke bestimmt schon mehrere hundert Mal verstellt und auch die Drehverschlüsse funktionieren immer noch, sowohl mit als auch ohne Handschuhe, mit trockenen und mit feuchten Händen, bei allen Temperaturen…..Ich hab mich bei meinem nächsten Besuch bei der Verkäuferin für die geleistete Überzeugungsarbeit bedankt: Auf den Antishock möchte ich nicht verzichten und die Drehverschlüsse funktionieren zumindest bei Leki genauso gut wie Speedlock. Habe ja jetzt beides an einem Stock und daher optimale Vergleichsbedingungen. Wenn du Petra also was Gutes tun willst…..
    Vielleicht sehen wir uns ja bei der ein oder anderen Schneeschuhwanderung. Da ich auch aus dem Siegerland komme und mich dein Bericht zu der Schneeschuhwanderung mit Christoph Diefenbach schon ein bisschen “infiziert” hat, werde ich zum Testen sicher mindestens an einer von ihm geführten Wanderung teilnehmen.

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    • Georg

      Erfahrung macht klug, Erfahrungen anderer machen klüger. ;-) Dann sehe ich mal zu, dass ich Petra etwas Gutes tue (tu ich doch sowieso jeden Tag! Hoppla, Petra schüttelt den Kopf …). Das wären dann Wanderstöcke mit Drehverschluss und Antishock.

      Mindestens eine Schneeschuhwanderung machen wir garantiert mit (klar, jetzt kommt die Einschränkung: falls Schnee überhaupt ordentlich fällt und der Termin …) – gut möglich, dass wir uns dann wirklich über den Weg laufen. Na, über den Weg laufen vielleicht besser nicht, das wäre mit Schneeschuhen womöglich fatal. ;-)

      Antworten
  3. Rainer Motte

    Ich nutze Trekking-Stöcke seit einigen Jahren, und zwar unabhängig vom Streckenprofil bei allem, was über Spaziergänge hinausgeht. Ich empfinde das Gehen mit Stöcken als sehr angenehm, denn man kommt auch in der Ebene ganz automatisch in einen koordinierten Bewegungs- und Atemrhythmus. Beeinträchtigungen des Gleichgewichtssinns etc. habe ich bei mir bislang nicht feststellen können.

    Das “Speedlock”-System mag ich persönlich nicht, da man mit den Bügeln auf schmalen Pfaden gerne im Gestrüpp hängen bleibt. Außerdem finde ich die “Hubbel” störend. Das häufige Verstellen der Länge je nach Terrain ist wohl eher etwas für Hardliner, zu denen ich nicht gehöre. Ganz wichtig ist mir das “Antishock”-System, weil dies leicht abfedernd wirkt, den Einsatz auf harten Böden wesentlich angenehmer macht und die Schultern und Gelenke entlastet. Meine Stöcke (derzeit 1 Paar Alu- und 1 Paar Carbonstöcke im Einsatz, beide von LEKI) haben Griffe aus EVA-Schaum, womit ich sehr gut zurechtkomme. Für den Einsatz im Hochgebirge empfehlen sich besonders Modelle, deren oberes Rohr ebenfalls umschäumt ist, so daß man auch unterhalb der Griffe fassen kann.

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    • Georg

      Danke, Rainer! Die Antishock-Stöcke waren zu der Zeit, als ich die Wanderstöcke bestellte, nicht lieferbar, sonst hätte ich die jetzt vor Ort. Mit den im oberen Bereich ebenfalls umschäumten Griffen ist ein guter Tipp, ich hatte die Stöcke dann für kurze Momente unterhalb der Griffe am Aluminiumrohr umfasst, aber das ist sicher suboptimal. Bei den Feststellsystemen hatte mich/uns die miese Erfahrung mit den Billigstöcken abgeschreckt; ein Drehverschluss versagte ziemlich schnell. Von daher war die Vorauswahl getroffen, das andere – das Klemmsystem – sollte es diesmal sein.

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      • Rainer Motte

        Meine allerersten Erfahrungen machte ich mit Stöcken aus dem Tchibo-Regal im Supermarkt für ca. 16 Euro. Die haben mich immerhin auf den Geschmack gebracht. Leider hält das Verschlußsystem nicht. Nicht auszudenken, was das in einer echten Gefahrensituation bedeuten kann. Bei Markenherstellern wie LEKI braucht man da keine Sorgen zu haben. Meines Wissens hält der Drehverschluß immer noch deutlich höhere Haltekräfte aus als der Speedlock-Verschluß. Selbst bei einer Drehung um 360 Grad ist die Haltekraft nicht reduziert. Erst nach mehreren Umdrehungen lassen sich die Rohre verschieben.

        Meine ersten LEKIs waren übrigens mit Speedlock und ohne Antishock. Nachdem ich dann Antishock kennengelernt hatte, habe ich diese Stöcke in die Ecke gestellt. Da stehen sie noch. ;-)

      • Georg

        Ach, das Tchibo-Regal, das kennen wir auch. Diese Wanderstöcke sind die im Bericht besagten Wanderstöcke. Die halten wohl so lange wie ein Pfund Kaffee.

        Zu unserem nächsten Stöckekauf schrieb ich bei Elke bereits einen Satz: die nächsten werden mit Antishock sein.

  4. Christoph Diefenbach

    Hallo Georg,
    ich hoffe es geht euch gut. Die Wanderstöcke sehen ja wirklich gut aus. Ich möchte als Gesundheitswanderführer aber auch noch was los werden. Wenn ich so unterwegs bin, fallen mir immer wieder Personen auf, die wandern oder spazieren gehen und Nordic-Walking- oder Wanderstöcke die ganze Zeit und sogar im ebenen Gelände benutzen. Mit Nordic-Walking hat das ganze nichts zu tun, das sieht anders aus. Bei meinen Gesundheitswanderkursen empfehle ich meinen Teilnehmern immer Wanderstöcke zu verwenden, die dreifach zusammenschiebbar sind, wie die oben beschriebenen und die Verwendung nur beim bergablaufen um die Gelenke zu schonen oder im unwegsamen Gelände. Ansonsten gehören die Stöcke meiner Meinung nach an den Rucksack angehängt. Wenn die Stöcke ständig und überall verwendet werden, verliert der menschliche Körper seinen Koordinationsfähigkeit und der Gleichgewichtssinn verkümmert. Stürze und Verletzungen sind dann vorprogrammiert.

    Viele Grüße aus dem Siegerland
    Christoph

    P.S. Ich habe für die kommende Saison wieder schöne Schneeschuhwandertouren im Westerwald und im südlichen Siegerland im Programm.

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    • Georg

      Danke der Nachfrage, Christoph, uns geht es bestens! Und danke für Deine Erläuterungen – ich weise im Beitrag auch noch darauf hin -, ich schrieb ja, dass ich sie nicht immer benutzen werde; Du hast mir die Begründung dafür geliefert. Aber wäre dann “bergauf”, wie ich sie beispielsweise eingesetzt habe oder einsetzen will, doch nicht richtig?

      In der kommenden Schneesaison sehen wir uns! ;-)

      Antworten

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