Das „Wanderbuch für Männer: 30 Wanderungen für echte Männer …“ fiel mir dieser Tage ins Auge. Und am selben Tag erzählte eine Wanderin in ihrem Blog davon, langsam anfangen zu wollen. Ihre erste Wanderung in diesem Jahr führte sie über den Streuobstwiesenweg. Wege mit viel Auf und Ab sollen erst später dran sein.

Die Spannbreite ist selbst beim Wandern groß. Wo ein Mensch sich mit anderen vergleichen kann, neigt er zu Extremen. Höher, schneller, weiter. Tiefer fallen. Manchmal muss ein Mann auch nur die Welt retten. Es gibt so wunderbar viele Möglichkeiten für einen echten Mann, seinen Mann zu stehen. Selbst beim Wandern. Das Männerwanderbuch spricht natürlich den Schweinehund im Manne an, der überwunden werden will. Ein Berg ist erst dann verlockend, wenn noch nie ein Mensch ihn bestiegen hat.

Ganz normaler Wald beim Pfahlberg.

Geht‘s eine Nummer kleiner? Ja, aber das ist dann nicht spektakulär und irgendwie auch kaum der Rede wert. Und deswegen ist dieser Donnerstag dann doch wieder nicht der Tag, an dem ich aufbreche, um die Welt zu retten, sondern um … tja, wie ging das eigentlich los, dass ich so jämmerlich versagte und keine Männerwanderung zustande brachte und nicht einmal die Welt rettete?

Donnerstag war Feiertag. Weicheier wie ich neigen dann zum Ausschlafen. Und duschen nach dem Aufstehen nicht eiskalt. Dafür schmeißen sie Pläne über den Haufen, weil ein Blick nach draußen etwas nicht Gutes verheißt. Regen. Der natürliche Feind des Weicheis. Petra und ich haben ursprünglich eine längere, nämlich 14 Kilometer messende, Wanderung ausgesucht. Die Wanderkarte liegt bereit, jedenfalls so lange, bis ich sie wieder wegpacke.

Gewöhnliche Wiese mit Obstbaum.

„Sieht nach Regen aus“, grummele ich. „Macht doch nichts“, lächelt Petra. „Doch, ich kann es nicht verantworten, dass du nass wirst“, grummele ich. Und damit habe ich das Thema dank meiner Ritterlichkeit zu den Akten legen können. Wir wandern also weniger. 8 Kilometer. Keine Männerwanderung, sondern eine kleine Wanderung von Caan aus, die wir im vergangenen Jahr erstmals abgegangen sind und die wir in durchaus guter Erinnerung haben.

Aber ist eine solch kurze Allerwelts-Wanderung überhaupt erquickend für die Seele, wenn sie schon nicht den Körper herausfordert (worüber ich, ehrlich gesagt, ab und zu auch mal ganz froh bin, denn mit zunehmendem Alter – und mit den Jahren werde auch ich immer älter – zwickt und zwackt es hier und da, was jetzt natürlich wenig überraschend ist, was ich aber manchmal doch gern übersehe oder – genauer gesagt – ignoriere). Da sind wir fast am Punkt. Erholung und Entspannung finden nicht ab Kilometer 2 oder 20 oder 200 statt, sondern ab dem Zeitpunkt, an dem ich mich darauf einlasse oder einlassen kann. Das kann also recht rasch gehen, oder es kann seine Zeit brauchen. Manchmal genügt dann der kurze, nur 8 Kilometer lange Wanderweg, manchmal braucht es mehr, bis der Wind dem Kopf seine Probleme rauspustet und er „frei“ ist für andere Gedanken.

Insofern hat also jeder Wanderweg seine Berechtigung. Und nicht nur das: Er hat sogar die Chance, ein „schöner“, „toller“, vielleicht sogar „spektakulärer“ Wanderweg zu sein – abhängig davon, wie man ihn selbst erlebt.

Grün gegen das Alltags-Grau.

Klar, spektakulär wird ein Wanderweg auch durch seine Besonderheiten, die sagenhaften Aussichten, die prächtigen Schlösser, die Hinterlassenschaften aus einer längst vergangenen Zeit, neue imposante Prachtbauten. Doch manchmal genügt auch das Kleine, Unscheinbare, das von anderen unbeachtet am Wegesrand wächst, gedeiht, vielleicht auch verdorrt. Andere werden es nicht sehen, für mich ist es genau an diesem Tag aber sichtbar, ist auch mal wichtig.

Dazu kann ein kurzer Weg wie der bei Caan genügen. Und um das zu erleben, muss auch die vorhin genannte Bloggerin nicht Berge erkraxeln, die sie derzeit noch nicht erklimmen kann oder mag, womöglich nie schaffen wird. Das Besondere liegt nicht immer im Großen, sondern kann sich im Kleinen verbergen.

Wir starten an der Grillhütte in Caan. Es ist Feiertag, das Wetter gut bis schlecht, die Temperaturen knapp neben dem Wohlfühlbereich. Der RB3 scheint einer der Wanderwege zu sein, die selbst am heutigen gesetzlich festgelegten Männer-Wandertag eher verwaist sind; einem dort parkenden Fahrzeug gesellen wir uns hinzu, bei unserer Rückkehr wird ein dritter Wagen hier stehen – Platzkarten sind also nicht nötig.

Vom Fahrweg biegen wir nach wenigen Metern ab, links und rechts breiten sich wie grüne Teppiche die Wiesen und Weiden aus, vereinzelte Obstbäume verlieren sich auf dem Grün. Von nun an geht es den nächsten Kilometer stetig bergab, wobei wir das Tempo unserer Lust am Fotografieren anpassen. Wir kommen also kaum voran. Erst im Wald packen unsere Füße schneller zu, der Forstweg weist stellenweise noch frische Spuren dort auf, wo Forstarbeiter sich durch den Wald gearbeitet haben.

Der Weg ist nah am Wasser gebaut.

Ein gutes Stück unter uns hören wir den Saynbach, der sich im Laufe der Zeiten ein schmales Band durch die Berge gegraben hat. Trotzdem reicht es, um ihm noch eine Landstraße ans Ufer zu heften – nicht sonderlich schlimm, denn die L 304 ist wenig befahren, nur das Geknatter eine Motorradkolonne kracht einmal für kurze Zeit durch die Stille.

[tip]KurzInfo! Die Wanderstrecke RB 3 ist 9 Kilometer lang, die 342 Höhenmeter verteilen sich angenehm über die gesamte Wanderung. Eine durchschnittliche Kondition sollte ausreichen. Wer unterwegs eine Rast einlegen möchte, muss eigen Wegzehrung mitnehmen, weil keine Einkehrmöglichkeiten direkt an der Strecke vorhanden sind. Und Bänke sind rar, also darauf gefasst machen, sich ins Gras oder auf einen Baumstamm zu setzen – was ja in aller Regel kein Problem darstellt.

Weil es über längere Stücke nah am Sessenbacher Floß entlanggeht und deshalb feucht sein kann, rate ich zu rutschfestem Schuhwerk. An die Füße von Wanderern gehören meiner Ansicht nach Wanderschuhe, wer sich nicht als Wanderer fühlt, sollte zumindest das mit dem “rutschfest” beherzigen.

Besondere Sehenswürdigkeiten finden sich auf der Wanderstrecke nicht, weshalb ich auch nichts besonders herausstellen oder mit Informationen unterfüttern kann.

Für die Wanderung stand uns die Wegekarte Naturpark Rhein-Westerwald Blatt 3 zur Verfügung. Die benötigten wir aber nicht. Wir griffen stattdessen auf die weiter im Bericht unten angeführte Wegekarte zurück; die Wanderung war damit auch dank der vorbildlichen Beschilderung mühelos machbar. Über den Klickpunkt “drucken” stehen Optionen zur Auswahl, wie detailliert die PDF sein soll – am besten einfach ausprobieren, herunterladen und dann entscheiden, welche Version man bevorzugt. GPS-Tracks können ebenfalls abgerufen werden. Und die Karte kann mit Hilfe des Reiters über dem Kartenbild in unterschiedlichen Ansichten (beispielsweise bei “Google Earth”) betrachtet werden.

Für die Wahl der Wanderstrecke lag uns wieder das Wanderbuch Wandergenuss Rhein-Westerwald zur Verfügung, das auch mit einer nützlichen Wegekarte angeboten wird.[/tip]

Die Luft ist noch regenschwer von der Nacht; es muss hier kübelweise geschüttet haben. Und trotzdem riecht es frisch, frühlingshaft, und wenn wir ganz still sind, fliegt uns aus allen vier Richtungen Vogelgezwitscher zu.

“The Headless Hiker”.

Die Mischung aus Laub- und Nadelbäumen gewährt uns immer wieder Blicke den Hang hinauf und hinunter ins Tal, das mal weniger tief unter uns liegt, mal durch einen schroffen Abhang von uns getrennt ist. Irgendwann verlieren wir den Saynbach aus den Augen, es geht bergauf am Sessenbacher Floß entlang, einem munteren kleinen … fast bin ich versucht, Bergbach zu schreiben. Jedenfalls springt er lebhaft hinunter, während wir seine Kehren und Schleifen in die andere Richtung mitgehen. Der Weg ist nun abwechselnd breit genug, um nebeneinander zu gehen, und dann auch wieder schmal und mit Gras bedeckt, das geschmeidig unter unseren Schritten nachgibt.

Borkodil. Kann nur von gewieften Wanderern entdeckt werden. Wird von gewöhnlichen Touris gerne aufgestöbert. Also nicht wundern, wenn Touris im Wald verschwinden, die Borkodile sind wirklich gefräßig.

Wir vermissen eine Bank, nicht um zu verschnaufen, denn so anstrengend ist die Wanderung wirklich nicht, sondern um einfach zu sitzen und zu schauen. Doch dieser Weg hält nur wenige Bänke bereit, genauer gesagt entdecken wir auch diesmal nur zwei Bänke; eine davon an einem neu eingerichteten Grünschnittdepot, die andere aus einer Zeit stammend, als ein Wanderer nur dann ein echter Wanderer war, wenn er selbst längere Strecken ohne Pause zurücklegte (vielleicht billigte man ihm noch eine Stehpause, gestützt auf den Wanderstab zu, um einen kurzen Blick über die Höhen und Wälder schweifen zu lassen, aber dann hatte es auch schon genug zu sein).

Nebel überm Saynbachtal.

Banklos wandern wir also weiter, sehen einige Häuser des Dorfes Sessenbach nicht weit von uns, entfernen uns wieder vom Ort und stapfen den letzten Anstieg hinauf. „Oben“ öffnet sich der Blick nach Nauort hin, doch wir streifen das Dorf nur am Rand. Jetzt löst auch Asphaltstrecke den Waldweg ab, dafür liegen links und rechts von uns nun weitläufige Wiesen, eingezäunt, damit die Pferde sich nicht davonmachen. Und Pferde finden sich hier viele, jede Weide scheint eine Koppel mit einer Herde zu sein.

Pferd.

Nach dem Wandern durch Täler bekommen wir jetzt Aussichten geboten. Und Regen. Endlich, denn wir haben Regenjacken dabei, die nun ihre Bewährungsprobe erhalten. Ich bleibe obenrum trocken, Petra wird nass. Untenrum werden wir beide klatschnass. Nebelschlieren steigen nach dem kurzen Regenguss aus den Tälern herauf, es ist abgekühlt, aber nicht so, dass wir uns unwohl fühlen. Wir platschen durchs Gras, nachdem wir den Asphalt hinter uns gelassen haben.

Der Experte für Outdoor und Touren____________________________________________________________________________________________________

Auf der Höhe umrunden wir den Pfahlberg, von dort hat man weite Blicke über den Westerwald, wenn auch heute die Sicht im wahrsten Sinne getrübt ist. Aber wenn die Laune so gut ist wie bei uns, ficht einen auch das nicht an.

Das letzte Wegstück geht es wieder hinunter, hinein in ein kleines Wäldchen, an dem wir auch zum einzigen Mal einen Richtungsweiser vermissen. Es geht nach links; vermutlich sind bei den hier jüngst erledigten Waldarbeiten nicht nur der Baum, sondern auch das RB3-Schild verschwunden.

… und dann frage ich mich, warum wir Obst importieren.

Auf den letzten Metern passieren wir nochmals die Wiesen mit wild blühenden Obstbäumen, nochmals sehen wir den aufsteigenden Dunst aus dem Saynbachtal, dann sind wir am Wagen, schauen auf die dort angebrachte hilfreiche Wanderkarte und sind froh, diesen, den kurzen Weg gegangen zu sein. Der Regen hätte uns nach Murphy‘s Gesetz bei der längeren Strecke garantiert bei Kilometer 7 erwischt.

Ganz normale Wiese.

Ich berichte gern über die kurzen Wanderungen, über die Wanderwege, die keine atemberaubend schönen Namen tragen, sondern manchmal ganz schnöde RB3 oder ähnlich heißen. Klar, diese Wege offeriere ich niemandem, der einen weiten Anfahrtsweg zurücklegen müsste. Es sind örtliche Wanderwege, die für Menschen in der näheren Umgebung gedacht sind. Aber ich habe das Gefühl, dass diese Wanderwege ganz zu Unrecht ins zweite oder dritte Glied rutschen, weil andere Wege richtig schön aufgebrezelt im Fokus stehen. Dabei bieten sie doch genau das, weshalb ich wandere.

Feiertagsruhe.

Erholung ist dort, wo ich für sie bereit bin. Diesmal war‘s der RB3. Beim nächsten Mal wird es vielleicht wieder ein Wanderweg mit Wohlklingnamen sein.

Fürs einfach Loswandern, für zwei bis drei Stunden Entspannung unter Bäumen, an Bächen und zwischen Wiesen und Weisen, teilweise über weiche Wege, teilweise über festen Asphalt, mit der Möglichkeit, mal stehen zu bleiben und über die Weite des Westerwaldes zu schauen – für all das eignet sich der RB3. Und für denjenigen, der das Wandern probieren will, dient sich die Strecke von Caan hinab ins Saynbachtal und wieder hinauf, alles gemächlich und nicht atemraubend, gleichfalls an.

Einfach wandern. Die Welt rette ich ein anderes Mal. Ich bin noch jung, ich habe noch Zeit.

[P. S.: Mit meinem Freund KD habe ich vorhin eine Wanderung für den kommenden Mittwoch vereinbart. Eine mit Wohlklingnamen. Elfenlay – der Name zerfließt auf der Zunge. Mit ordentlich Höhenmetern. Wir sind ja keine Weicheier. ;-)]

Rundwanderung "Pfahlberg RB3"

[Die Galerie zeigt weitere Impressionen der Rundwanderung “Pfahlberg RB3”. Die Galerie lässt sich mit den beiden Buttons unten rechts “bedienen”. SL – der linke Button – löst eine Slideshow aus, mit FS – der rechte Button – wechselt man in den Vollbildmodus. Für die richtige Anzeige der Galerie ist der Flash Player von Adobe notwendig.]

Schlenderer

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
Schlenderer

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12 Responses

  1. Angelika

    Hallo Karl-Georg

    wieder mal ein wunderbarer Bericht, der einem das Schmunzeln ins Gesicht treibt :-))
    Ja im Alter ändert sich so manches – ich schau mir schon gar nicht mehr die Strecken an, die womöglich über 15 km hinausgehen, weil mir das einfach zu viel wird. So liegen die Kurzstrecken wie Deine – und vor allem die schönen Wege auch um unsere Heimat drum rum voll im Trend. Auch das Wandern vor allem im Regen war für mich jetzt an der Mosel auch so schön, weil einfach fast keine Menschen unterwegs sind und man so richtig für sich laufen kann und auch die Ruhe und das Friedliche in der Natur viel besser geniesen kann.
    In dem Sinne macht schön weiter so :-))
    Liebe Grüsse Angelika

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    • Georg

      Manchmal mag ich’s lang, manchmal mag ich’s kurz – das Schöne ist, es gibt für jede Stimmungslage und für jedes Vermögen die passenden Wanderwege. Und fast keine Menschen trifft (oder trifft man eben nicht) auf den vielen Wanderwegen vor Ort, die nicht so viel beworben werden. Da ist man nicht weniger in der Natur als auf prämierten Wegen, dafür aber eher alleine.

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  2. Elke

    Für mich sind es die “kleinen” Wanderungen durch mein geliebtes Bergisches Land, die mir die Ruhe und Entspannung geben, ohne die Anforderung höher, besser, weiter :-) und doch waren die unerwarteten Anforderungen der letzten Tage ein Genuß.

    Ja, es zwickt hier und es zwackt dort, eine unerwünschte, aber wohl kaum vermeidbare Begleitung ins höhere Alter :D. Heute zwackt es mich sehr und wandern???? Nööö, heute sicher nicht!

    Es ist immer wieder nett zu lesen, dass es ganz normal ist sich auf das Wesentliche beschränken zu wollen, dem Wohlfühlen.

    Viele liebe Grüße
    Elke

    Antworten
    • Georg

      Und fürs Wohlfühlen sind die Wanderwege nicht weit von der Haustür oft genauso gut geeignet wie die prämierten Wege. Die Mischung macht’s, und wir haben ja fast die freie Auswahl. Am Wochenende sind Petra und ich dann auch wieder einen Traumpfad gewandert …

      Antworten
  3. Erika

    Das schöne an den lokalen, kurzen Wegen ist doch, dass man sie häufig für sich allein hat – oder sie nur mit anderen Einheimischen teilt. Und bei Regen hat so mancher Weg eine ganz neue Atmosphäre. Schön, dass ihr trotz Zwicken und Zwacken rausgegangen seid. Ein schöner Bericht!

    Liebe Grüße,

    Erika
    outdooractive.com

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    • Georg

      Der Regen kam diesmal ja wie gerufen – die Regenjacke musste getestet werden. Aber du hast natürlich recht, Regen kann einer Wanderung eine besondere Atmosphäre vermitteln. Wobei ich den Regen dann doch gern “gemalt” haben möchte; bei einer 20 Kilometer oder mehr langen Wanderung und Schafskälte verzichte ich doch lieber dankend und sitze daheim. ;-)

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  4. Petra

    Ich liebe diese “kurzen” Wanderungen. diese 6 – 10 km Strecken. Da können wir schlendern, genießen, staunen, schauen und einfach mal ruhig stehen oder sitzen. Ohne die Zeit im Nacken. Ohne den Gedanken bei Kilometer 7, es liegen ja noch 10 km vor uns, wir müssen weiter, wir müssen den tollen Ausblick verlassen oder dürfen die Ruhe nicht weiter genießen. Das ist genau das, was ich am Wandern liebe, das zur Ruhe kommen, das an etwas andere denken oder gar nicht denken.
    Wobei ich nichts gegen lange Wanderungen habe, auch ich liebe ab und zu die Herausforderung, die langen Strecken, wobei die bei mir eigentlich bei eine Länge von ca. 18 km herum enden :)
    Aber für so ganz normal, nach einer hetzigen, anstrengenden Arbeitswoche – das gebe ich gerne zu -, da genügt mir auch das Kleine, Beschauliche.
    Wir werden immer eine Mischung finden, die für uns Beide richtig ist, da bin ich mir ganz sicher. Und vielleicht ist ja an Pfingsten auch mal wieder was längeres dran, es stehen ja noch so viele Wege auf unserer Liste Schlange. :)

    Petra

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  5. Michael

    Servus, :-)

    wie gut dass es noch so echte Männer wie dich gibt! Sonst wäre uns dieses abenteuerliche Wandererlebnis glatt entgangen. Dein Bericht war einmal mehr humorvoll zu lesen. :-)
    Das mag ich wesentlich lieber, als diese “bierernsten” Wanderberichte, mit bloßen Wegbeschreibungen!
    Mach weiter so! :-)

    Gruss

    Michael

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    • Georg

      Tja, die echten Männer sind natürlich auch nur die Hälfte wert, wenn sie keine liebenswerte Frau an ihrer Seite haben. Insofern relativiert sich das Abenteuer – ich war ja nicht allein. :-)

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  6. Hans-Eberhard Peters

    Hallo Karl-Georg,

    Habe Deinen Bericht mit Vergnügen gelesen. Ich bin wie Du der Meinung, dass viele örtliche Wanderwege – ganz zu Unrecht – ein Aschenputtel-Dasein führen. Sie haben keinen griffigen Namen und ihnen wurde keine Instituts-Plakette umgehängt. Dafür hat man sie gewöhnlich für sich allein und sie geben Wanderern: Stille, Zeit zur inneren Einkehr und das wahre Naturerlebnis.
    Sie sind etwas für „mündige Wanderer“, die nicht immer à la Carte wählen wollen.

    Deinem Bericht wünsche ich eine große Leserschaft.

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    • Georg

      Das ist natürlich ein Privileg, auf das nicht jeder zurückgreifen kann. In unserer Gegend sind dermaßen viele, auch unterschiedlich gestaltete Wanderwege, dass für jede Gemütslage, fast jedes Wetter und jedes Vorhaben Wanderwege vorhanden sind. Und die vielen fast vergessenen oder nicht beachteten Wege haben die von dir genannten guten Seiten, dem ich nichts hinzufügen mag.

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