Petra und ich sind ja gut befreundet mit den kurzen Wanderwegen gleich um die Ecke. Spontane Entscheidung. Kurzer Anfahrtsweg. Ungehemmtes Loswandern. Gerade im Winter, wenn der Kamin im Wohnzimmer vor sich hin feuert, fallen uns ja tausend gute Gründe ein, warum es heute ganz und gar nicht geht, das Wandern. Aber dann packt uns doch der Rappel, schon alleine, weil der Winter nicht nur das lustig lodernde Kaminfeuerchen zu bieten hat. Irgendwie fällt uns öfter mal die Decke auf den Kopf, so ganz ohne das Luft schöpfen im Garten oder, wenn es etwas mehr sein soll, im Wald.

Wenn ich auf einem Schildchen Bemerkungen lese wie "... sind im Gelände noch gut erkennbar", und ich gucke mir dann einen Wolf nach dem, was da "gut erkennbar" ist oder sein soll, zweifle ich an diesem und jenem und ganz besonders an meinem Verstand (oder zumindest an meinem Blick fürs Detail). Aber dazu später mehr.

Kurze Wegstrecken haben in der manchmal doch sehr trüben Winterzeit einen nicht unwichtigen Vorteil. Sie sind schnell gegangen. Das ist einerseits schade, denn wir wollen durch die gewählte Wanderung auch dem Daheim entfliehen, wenigstens für einige wenige Stunde "vor die Tür" gehen.

[Ich bitte um Geduld, auch wenn manche Einstiege in einen Beitrag quasi die Qualität eines „Rausschmeißers“ haben.] Meine Kindheit verbrachte ich in den 60er- und den 70er-Jahren. In Weißenthurm. Manche halten das für einen herben Schicksalsschlag. Andere sprechen von Tragödie. Aber viel schlimmer als anderswo war es wahrscheinlich nicht. Damals  gab es in diesem Flecken für einen regen (nennt man heute hyperaktiven) jungen Burschen nur die Wahl zwischen „Handball“ und „Fußball“. Ich hatte zwei linke Hände, aber nur einen linken Fuß.  Mit Fußball fuhr ich also all die folgenden Jahre besser.

Der jüngste Wanderbericht lässt noch auf sich warten. Nicht ganz unerwartet, aber natürlich zum falschen Zeitpunkt, stellten sich dem Wanderer einige schlecht gelaunte Gallensteine in den Weg. Der Gröbste wurde aus dem Weg geräumt, einige (na, eher viele) warten noch auf das Räumkommando. Der Bericht über unsere Wanderung in der vergangenen Woche über den "Vulkanpfad" wird nun aber bald über die Bühne gehen; ich sichte derzeit die Fotos.

Wie sang schon Bob Dylan: "Like a Rolling Stone". Es geht doch immer weiter - auch wenn's manchmal holpert und nicht rund läuft.