Zwei Tage lang winterwanderten Petra und ich im Sauerland. Raus aus dem Haus, rein in den Schnee. Nach Stryck fuhren wir, einer 100-Seelen-Gemeinde mit einer Armlänge Distanz zu Willingen, aber ganz dicht dran am pulsierenden Sport, wenn einmal im Jahr das Weltcup-Springen auf der größten Großschanze der Erde steigt. Wir haben das Springen um eine Woche verpasst, was ganz gut war. Denn unsere Wanderrunde führte uns mitten aus Stryck hinauf zum Sprungturm der imponierenden Schanze. Ach, gestartet sind wir an der sehr empfehlenswerten Pension Schröder mitten in Stryck und keine 100 Meter von unserer Strecke entfernt.

Von der Mühlenkopfschanze lustwandelten wir über die dick mit Schnee bedeckte Piste. Die Wege unserer Tour waren ausnahmslos bestens gewalzt. Meist führten links oder rechts zwei Langlaufloipen parallel zum Weg, der aber immer breit genug für zwei Langläufer und eine größere Anzahl Nebeneinanderwanderer waren. Noch dazu war am Montag weniger los, als wir vermutet hatten. Geschäftigkeit? Ja, aber nur so viel, dass wir uns nicht gegenseitig auf den Füßen (oder manche auf den Skiern) standen.

Bisschen dicker wurde der Wanderfluss zum Ettelsberg hin. Von der Großen Grube führt ein rund 500 Meter langer Zuweg dort hinauf; den Abstecher ließen wir uns kurzentschlossen nicht nehmen.

Und taten gut daran. Ettelsberg: Der muss sein! Die Fotos vom Ettelberg hatte ich bereits gestern gezeigt.

Von der Großen Grube ging’s dann langsam bergab mit uns. Eine Wegespinne schubste ihn tiefer hinunter ins Tal, über einen anderen der vielen Arme hätten wir auf kurzem Weg die Hochheide im Naturschutzgebiet Neuer Hagen erreicht, die am nächsten Tag unser Ziel war.

So aber stapften wir hinunter gemeinsam mit munteren Bächen ins »Paradies«, querten Hermecke und Itter und guckten uns die Mühlenkopfschanze von unten an, bevor wir unseren Ausgangspunkt erreichten. Eisgekühlt, doch seelisch aufgewärmt beendeten wir unser Schneeerlebnis fürs Wanderbuch »Sauerland«.

Schlenderer

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... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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