Es ist vollbracht.

Am 28. Juli war Abgabetermin. Pünktlich lag das Manuskript dem Verlag vor (in diesen modernen Zeiten zugestellt als E-Mail und nicht in Papierform). Meine Arbeit scheint also beendet zu sein. Scheint …

24 Touren sind es letztlich geworden, eine Letzte, die 25. Tour haben wir nicht mehr dazugepackt. Das hat zwei Gründe. Zum einen spielte das Wetter plötzlich nicht mehr mit. Gut, auch mittendrin spielte es einige Tage nicht mit, anfangs auch nicht, und jetzt schaut’s auch trüb aus. Jedenfalls nieselte es nicht nur, sondern schüttete auch munter, als ich unterwegs sein wollte. Zur 25. Tour. Mit mir ging es auch im wahrsten Sinn nicht weiter. Knochenhautentzündung mitten auf Tour 24. Ausgerechnet auf der. War nämlich eine lange. Gut 18 Kilometer um Bad Marienberg herum. Ursachen dafür gibt es sicher einige, aber die Malaise ist mittlerweile ausgestanden. Es geht also wieder voran. Und letztlich ist das Buch auch ohne Tour 25 proppenvoll, da passt kein Scheibchen noch so dünne Wurst mehr rein. (Wer sich jetzt über die „zwei Gründe“ wundert und nachzählt: Genau deshalb bin ich ja kein Buchhalter, sondern Schreiber geworden.)

Trotz des Abgabetermins gab es noch einige Nacharbeiten. Zu jeder Route gibt es eine gute Wanderkarte. Die hatte ich vorgezeichnet, die sind sehr schön umgesetzt worden, mussten dann aber von mir noch mit den wichtigen Punkten versehen werden. Das ist nun auch erledigt. Und Fotos! Ich habe sicher 10.000 Fotos gemacht, und trotzdem fehlten noch welche. Das Wetter. Also lieferte ich noch einige nach, speziell zu Montabaur und zu Koblenz, durch das wir vor einiger Zeit schon im Regen flanierten. Koblenz bekommt neben Limburg einen sogenannten Stadtrundgang, eine längere Beschreibung inklusive Karte. Weniger intensiv habe ich mich der Städte Hadamar, Herborn, Neuwied und Siegen angenommen, die also neben den 24 Routen auch noch Eingang ins Buch gefunden haben. Und zusätzlich habe ich – ich zähle jetzt nicht nach – etliche „Features“ geschrieben zu wichtigen Sehenswürdigkeiten oder bemerkenswerten Details, die nützlich oder wissenswert sind. In meinen Augen. In den Augen des Verlags.

Was ist jetzt noch zu tun? Bis Mitte September befindet sich das Manuskript im Lektorat. Zwischendurch werde ich also Rückmeldungen erhalten, dran arbeiten müssen und so weiter. So ganz lässt mich das Wanderbuch also nicht los. Der Verlag wählt die Fotos aus; mag sein, dass hier noch Rückfragen oder anderes kommen. Davon abgesehen habe ich meinen wichtigen Teil nun beigetragen, statt abzuliefern, kann ich jetzt eher abwarten. Der Dinge harren, die da noch kommen. Und erwartungsvoll dem fertigen „Wandern im Westerwald“ entgegenblicken.

Für die Fotos in diesem Beitrag hat sich Neuwied übrigens ganz besonders herausgeputzt. Am Rheinland-Pfalz-Tag vom 18. bis 20 Juli 2014. Ich habe die Gelegenheit genutzt und etliche Fotos geschossen; die hier schaffen es nicht ins Buch, spiegeln aber sehr schön die Stimmung wieder, die trotz der brütenden Hitze in den Straßen der Stadt und in den Parkanlagen am Rhein herrschte. Prominent zu sehen sind das Schloss (es wurde eine Messe zelebriert mit Honoratioren aus Stadt und Land) und die Weißenthurmer Rheinbrücke. Ich muss ehrlich zugeben: So bunt habe ich Neuwied noch nicht erlebt.

 

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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