Seit dem letzten Werkstattbericht sind vier Wochen vergangen. Vier Wochen, in denen ich einige Wanderungen “erledigt” habe. Dabei waren Wanderungen auch wieder nahe bei unserem zu Hause, beispielsweise bei Waldbreitbach. Eine schöne Rundtour von einer Höhe zur anderen, auch fast hinauf zum Malberg. Fast hinauf? Ja, nur fast, obwohl der Malberg doch wirklich gute Ausblicke bietet, wenn man genau schaut, bis hinüber ins Siebengebirge. Und es kribbelte in meinen Füßen, als ich so unterhalb des Malbergs stand und hinaufschaute. Na ja, nicht gerade sehnsuchtsvoll, aber doch fragend. Nämlich ob ich den Anstieg und den Abstieg noch mit in die Runde aufnehme, oder nicht?

Beim Wandertouren gestalten ist man – ich verallgemeinere es mal frech – ja geneigt, möglichst viele besondere Örtlichkeiten mit aufzunehmen. So wird eine Tour dann lang und länger. Wie es der Teufel will, kommt man dann schnell auf 666 Kilometer oder mehr. Und weil ich schon einige lauffreudige Touren im Repertoire habe (die Längste wird gut 18 Kilometer lang sein), war ich doch so froh, mit der Waldbreitbach-Tour was Nettes, was Kleines im Büchlein zu haben. Also ersparte ich mir an dem Tag die Tour auf den Malberg. Und es war gut so. Die Runde ist schön, obwohl ich auf eine Aussicht (Malberg) verzichte, und sie ist lang genug – nämlich 11 Kilometer -, damit der Wanderspaß nicht schon endet, sobald man gerade losgegangen ist. Und die jetzt noch aufgewiesenen 500 Höhenmeter haben es ja auch in sich …

Daheim habe ich mit Hilfe von Outdooractive die mögliche zweite Variante nachgezeichnet. Ich wäre auf 17 Kilometer und ein paar Zerquetschte gekommen. Für Wanderer kein Beinbruch, so eine Strecke, aber im Hinblick darauf, dass für jeden etwas dabei sein muss, war meine Entscheidung richtig. Der Malberg muss draußen bleiben, so leid es mir tut. So muss ich muss immer wieder entscheiden, was wirklich in eine Wandertour hinein soll. Nicht selten ist Verzicht die passende Lösung, auch wenn ich mich nicht leicht damit tue.

Weniger Sorgen macht mir derzeit das Wetter. Eine der letzten Wanderungen führte uns an die Westerwälder Seenplatte. Natürlich gehört eine ausgiebige Runde um die Weiher auch in ein Westerwälder Wanderbuch. Ach, und weil heute an Pfingsten glühende Hitze das Neuwieder Becken in einen Hochofen verwandelt: Am Wiesensee in der Nähe von Westerburg wanderten wir am Freitag. Eine schöne Gegend, besonders durch den Abstecher zur Holzbachschlucht.

Schlenderer

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... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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