Gemeinsam mit KD wanderte ich Ende September auf dem nagelneuen »Vulkan- und Panoramaweg« rund um Burgbrohl. Der Wanderweg ist zwar neu, aber bereits tadellos ausgeschildert. Die Eröffnung des 14,5 Kilometer (bei 343 Höhenmetern) langen Rundwegs, der gegen den Uhrzeiger gewandert werden sollte, wird im Frühjahr 2017 stattfinden. Wir beide aber sind ihn schon jetzt gewandert. Die Beschilderung steht ja bereits, zudem luden wir uns eine Wanderkarte über Outdooractive herunter: Vulkan- und Panoramaweg.

Inwiefern noch am Wanderweg oder drumherum gearbeitet wird, weiß ich nicht. Zumindest am Aufstiegspfad »Teufel« wird sicher noch eine Seilversicherung angebracht, vielleicht auch mehr. Der Pfad führt vorbei am Teufelsknochen mit schöner Aussicht auf die Brohltalbahn (Vulkanexpress) und weiter über den sogenannten »Römerpfad« zum Weinberghäuschen – wiederum garniert mit eindrucksvollen Weitblicken. Der mächtige Bergfried der Olbrück ist nicht nur von hier aus gut sicherbar, sondern immer mal wieder den gesamten Weg über.

Weitere bemerkenswerte Örtlichkeiten sind das Heiligenhäuschen von Oberlützingen, eine Aussichtsplattform mit Wandersofa vom Vulkankrater Herchenberg. Abstecher sind dann nach Lützingen möglich, wiewohl der Wanderweg um den Ort herumführt. Wir schauten uns aber noch die Filialkirche St. Martin von innen an. Der Weg schleift dann im Bogen hinunter in das Dörfchen Weiler, mäandert am Brohlbach entlang und gewinnt dann wieder an Höhe. Später erreichen wir die Probstei Buchholz. KD will gerade den Schlüssel zum Zugang in Haus Nr. (ich habe die Hausnummer nun vergessen, aber ein entsprechendes Schildchen findet sich an der Tür zur Probstei) holen, als uns ein weiterer Interessiertet mit Schlüssel entgegenkommt. Zu Dritt betrachten wir also die im Jahr 1135 erstmals urkundlich erwähnte Probstei.

Von der Probstei läuft der Weg noch am Gleesbachtal entlang, vorbei auch an der Fatimakapelle, über das Schlosshotel Burgbrohl zurück zum Ausgangspunkt. Genaue Beschreibungen finden sich unter den beiden zuvor genannten Links zum Vulkan- und Panoramaweg; bei Outdooractive können auch die GPX-Daten abgerufen werden. Besondere Sorgfalt ist nach den Trasshöhlen (die nur gestreift werden, aber natürlich auch durch einen kleinen Abstecher erkundet werden können) auf dem Aufstiegspfad nötig, denn er führt sehr steil hinauf. Bei Glätte oder nach starken Regenfällen würde ich die im Bericht der Ortsgemeinde Burgbrohl erwähnte Ausweichroute durch das Pfaffental wählen.

Der »Vulkan- und Panoramaweg« macht richtig Laune. Die Streckenführung ist abwechslungsreich und mit einigen Höhepunkten gespickt. Schöne Aussichten wechseln sich mit Passagen durch die weite Felderlandschaft ab. Lautete Abschnitte wie zu Beginn auf Höhe der Rodius Mineralquellen lassen wir hinter uns, sobald wir die Höhen erreichen. Dazu gesellen sich die Probstei und der tiefe Blick in das Basalt- und Lavaabbaugebiet. Ein Wanderweg, den ich sicher noch ein weiteres Mal besuchen werde.

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
Schlenderer

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8 Responses

  1. Marianne, Ackermann

    War diese Woche 2X den Vulkan Weg. Sehenswert und sehr schön zum wandern.
    Gute Beschreibung und ausgezeichnet.

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    • Müller

      Hallo Frau Ackermann.
      Schön das Ihnen der Wanderweg Vulkan- und Panoramaweg so gut gefallen hat.
      Meine Weg Paten und ich sind bestrebt auch weiterhin Veränderung und Verbesserungen vor zunehmen.
      Ihre Bewertung ist eine Motivation für alle Helfer des Wanderweges.
      Einen freundlichen Wandergruß
      aus dem Brohltal sendet Ihnen
      Werner Müller

      Antworten
  2. Müller

    Hallo
    Vielen Dank für das positive Feedback.
    Die Wegepaten und ich bemühen uns den Wanderweg bis zur offiziellen Eröffnung noch attraktiver und interessanter zu machen

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