Von Straßenhaus ins Fockenbachtal

Von Straßenhaus ins Fockenbachtal

An Wiesen und Weiden entlang zu Keltengräbern und Erzgruben

Wir beginnen unsere Wanderung am Marktplatz in Straßenhaus, überqueren an der Ampel die B 256 und wenden uns nach rechts. Rund 50 Meter weiter biegen wir hinter dem Landgasthof nach links in die Gasse Am Pfad. Gemeinsam mit dem Butterpfad (Markierung: weißes Butterpfad auf rotem Feld) gehen wir bergab bis zur nächsten Kreuzung. Wir gehen nach rechts, wählen später den linken Abzweig und folgen dem Weg bis zu einer T-Kreuzung, an der wir dem nach rechts laufenden Forstweg folgen.

Straßenhaus

Auf zum Rastplatz

An Buchen und Eichen vorbei erreichen wir den Rastplatz Talblick mit Aussicht ins stille Jahrsbachtal. Unser Weg führt uns an der Weggabelung nach rechts. Aber zuerst ist es Zeit für einen Abstecher, weil wir zwei Höhepunkte der Tour nicht verpassen dürfen.

Talblick

Talblick beim Rastplatz

Deshalb wenden wir uns an der genannten Weggabelung für rund 500 Meter nach links. Durch jungen Buchenwald gelangen wir zu einem nachgebauten Kohlenmeiler, der ein Zeugnis für die einstige Eisenverhüttung im Jahrsbachtal und die im Jahr 1628 bereits in Betrieb befindliche Honnefelder Hütte darstellt.

Bonefeld

Rastplatz mit Blick auf Bonefeld

Nur 50 Meter danach erblicken wir den Mammutbaum-Wald. Auf einer Fläche von je 1 Hektar wurden 1971 12 verschiedene Sorten angepflanzt, womit er den größten zusammenhängenden Mammutbaumbestand im Naturpark Rhein-Westerwald darstellt. Inmitten der majestätischen Riesen genießen wir die Stille auf einer Waldliege.

Bonefeld

Auf den Höhen bei Bonefeld

Nach diesem Abstecher gehen wir vom Talblick nun rechts leicht bergan. Auf einem Waldpfad gelangen wir zur Straße, queren diese und folgen dem Pfad, der sich durch jungen Mischwald schlängelt. Rechts von uns breiten sich Wiesen und Weiden aus, nicht weit entfernt sehen wir den Ort Bonefeld.

  • 10 Kilometer
    3,0 Stunden
    Rundweg
    Streckenprofil: Überwiegend Feld-, Wald- und Wiesenwege
  • Start-/Zielpunkt: Marktplatz Straßenhaus (GPS: 50.322249, 7.304912)
  • PKW: B 256 bis Straßenhaus, auf K 103 Richtung Niederhonnefeld; umliegende Parkplätze am Marktplatz

 

Rund 200 Meter weiter gelangen wir an eine alte Buche, die ihre mächtigen Äste weit über die Wiese ausfächert. An der Weggabelung gehen wir gemeinsam mit dem Butterpfad nach links und streifen bis zur nächsten Kreuzung wieder durch jungen Buchenwald. Wir verlassen den Butterpfad und orientieren uns am Wegweiser Hügelgrab.

Das Keltengräberfeld besteht aus sechs Grabhügeln, die auf das 5. Jahrhundert v. Chr. datiert werden. An der folgenden T-Kreuzung gehen wir nach rechts sanft den Berg hinab. Doch zuvor betrachten wir uns das deutlich sichtbare Keltengrab, das sich markant aus seiner grünen Nachbarschaft hervorhebt.

Mammutbäume

Mammutbäume

An der folgenden T-Kreuzung Halten wir uns rechts, folgen dem Wegweiser Alte Burg und queren nach etwa 100 Metern den Butterpfad. Auf weichem Pfad erreichen wir den Waldrand und folgen B 2 zur Alte Burg, von der nur geringe Reste der Wallanlage aus dem späten Mittelalter die Zeit überdauert haben.

Mammutbäume

Mammutbäume und Informationstafel

Nach Alte Burg stoßen auf eine T-Kreuzung, wenden uns nach links und flanieren entlang von Streuobstwiesen. Der frische Duft des Obstes versüßt uns den asphaltierten Weg. Die folgende Kreuzung verlassen wir rechts auf einen leicht bergauf laufenden Weg. Sobald wir die Anhöhe erreicht haben, wenden wir uns an der Weggabelung links. Rund 50 Meter weiter geht es rechts in einen Feldweg hinein, dem wir bis zur B 256 folgen. Umsichtig überqueren wir die viel befahrene Bundesstraße und tauchen gegenüber auf einem Pfad in den Wald ein.

Mammutbäume

Mammutbäume

An der T-Kreuzung wenden wir uns nach links, gehen einige Schritte und wenden uns an der nächsten T-Kreuzung rechts auf einen Waldweg. Wir treffen auf eine Straße, folgen ihr 50 Meter nach links, dann gehen wir links wieder auf einen weichen Wiesenweg.

Kohlenmeilere

Kohlenmeiler mit Dame

Der führt uns zwischen Wiesen und Wald entlang ins Fockenbachtal. Gemütlich geht es bergab, wobei wir abzweigende Wege nicht beachten. Hochwachsende Gräser drängen sich an unsere Hosenbeine. Wir überqueren den Fockenbach, wenden uns gleich danach auf den Weg rechts und tauchen ein in eine malerische Bachlandschaft.

Kohlenmeiler

Kohlenmeiler

Einem quer verlaufenden Wirtschaftsweg folgen wir links, queren wieder den Fockenbach und verlassen sofort danach Hauptweg nach rechts. Nach etwa 200 Metern erreichen wir die Grube Louise (5). Der Zutritt in das Bergwerk bleibt uns verwehrt, sodass wir uns mit einem Blick durch das Gittertor in den finsteren Gang zufriedengeben.

Keltengrab

Am Keltengrab

Nach der Grube Louise weitet sich das Tal, zwischen saftigen Wiesen fließt der Fockenbach. Wir erreichen eine Grillhütte mit Rastplatz, stoßen auf einen Wirtschaftsweg, wenden uns nach links und verlassen den Weg nach circa 20 Metern, um sofort nach rechts auf einen grasbewachsenen Feldweg abzubiegen. Der Fockenbach begleitet uns auch jetzt bis zur Grube Alexander. Schon im 16. Jahrhundert wurde in der Region um Straßenhaus Erz gefördert, die beiden Gruben stehen beispielhaft für viele andere Gruben.

Fockenbachtal

Im Fockenbachtal

Danach überqueren wir ein letztes Mal den Fockenbach, wenden uns auf dem breiten Weg nach rechts und wandern auf dem Hauptweg, bis wir den Ort Niederhonnefeld am Rand streifen. Wieder durch Wald treffen wir auf die K 103, überqueren sie und biegen auf der anderen Straßenseite in einen Weg. Der führt bergauf am Naturschwimmbad Niederhonnefeld vorbei, das bei schönem Wetter von 10 – 19 Uhr geöffnet ist.

Von Straßenhaus ins Fockenbachtal

Nun ignorieren wir abzweigende Wege, stoßen wieder auf die K 103, die links nach Straßenhaus führt, überqueren diese in der überschaubaren Kurve und wandern auf der anderen Seite auf einem Pfad in den Wald hinein. Auf dem Wanderweg S 2 gehen wir geradeaus, bis wir an einer Kreuzung wieder auf den Butterpfad treffen. Wir folgen ihm nach links und erreichen nach wenigen Minuten unseren Zielpunkt.

Schlenderer
kgm@schlenderer.de

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.

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