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Es geht weiter. Nach meinem Wanderführer “Wandern im Westerwald”, der im Frühjahr 2015 im Droste Verlag erscheinen wird, wandere ich nun weiter im Namen eines Verlags. Diesmal ist es Public Press – der Verlag mit der Sonne. Im Spätsommer 2015 erscheint dort mein nächster Wanderführer: “Traumpfade”. Das ist mir eine besondere Freude, denn seit einigen Jahren wandern Petra und ich besonders gern auf diesen Wanderwegen – zum einen, weil sie direkt vor unserer Haustür liegen, zum anderen, da sie einfach schön sind und zum Schlendern einladen. Für den Wandererführer “Traumpfade” bin ich in den kommenden Monaten häufig unterwegs. Die Routen müssen natürlich nochmals erwandert werden, auch wenn ich jeden Traumpfad mindestens einmal, die meisten aber mehrmals entlang geschlendert bin. Ich werde von jetzt an meine Touren kurz zusammenfassen und einige Fotos auf dem “Schlenderer” einstellen, die es nicht ins Wanderbuch geschafft haben. Natürlich will ich damit Appetit auf den Wanderführer wecken. Aber vielleicht wandern die Schlenderer-Leser einfach auch mal gerne mit und lassen sich durch die Fotos anregen, schon jetzt einen der Traumpfade zu erforschen.

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Warum objektiv sein, ich bin ja ja kein Schiedsrichter beim Fußballspiel. Auch ich habe „Lieblinge“, Traumpfade, die ich lieber wandere als andere. Auf die freue ich mich ganz besonders, wenn es jetzt fürs Traumpfadebuch auf die Piste geht. Ein Traumpfad aber hatte es mir ganz besonders angetan. Nicht im guten Sinne. Gefühlt rangierte der Waldschluchtenweg auf Platz 26 von 26 (oder Platz 27 von 27, wenn ich den Streuobstwiesenweg noch dazupacke).

Und das kam so. 1. Versuch: Petra verstaucht sich im ersten Anstieg den Fuß. Kann überall passieren, passierte aber halt beim Waldschluchtenweg. Böser Weg also. 2. Versuch: durchgewandert. Schlechte Jahreszeit. Frühes Frühjahr. Alle Grautöne vorhanden, keine Grüntöne. Mit gedämpfter Stimmung auf die Tour, mit gedämpfter Stimmung runter von der Tour. Tour beendet, gedämpfte Stimmung mit nach Hause genommen. Von da an war der Waldschluchtenweg bei uns unten durch. Gerecht ist das nicht, aber wir wandern ja nicht, um irgendeiner Gerechtigkeit genüge zu tun. Wenn uns ein Weg nicht gefällt, dann eben nicht.

Fürs Wanderbuch muss ich sogar den Waldschluchtenweg wandern. Ein zweites Mal also. Und was soll ich sagen? Also, ich sag’s einfach mal: Gute Stimmung vor der Tour, mit bester Stimmung runter von der Tour. Zwischendrin sehr viel Grün in allen Schattierungen. Und sehr viel Sonne. Glanzwetter. Der heißeste Sommertag seit 2013. Der Waldschluchtenweg zeigte von den vielen Seiten, die er aufbieten kann, das Beste. Damit schafft er’s zwar immer noch nicht unter meine Top 3, aber vielleicht müht er sich ja bei meiner dritten Waldschluchtenwegwanderung redlich ab und klettert noch ein paar – gefühlte – Stufen höher. Unter die ersten 10 sollte er es eines Tages schon schaffen. Ich drücke ihm alle Daumen.

Wegen Streckenänderungen ist der Waldschluchtenweg nun lt. Tourenplaner nur noch 11 Kilometer lang (lt. Webseite 11,5 Kilometer), knapp 300 Höhenmeter sind speziell bei zwei Anstiegen zu bewältigen, als Gehzeit sollte man gut 3 Stunden einrechnen. Obwohl der Wald dominiert und imponiert, gibt es gerade zum Ende hin im Feisternachtbachtal längere unbedachte Passagen – meine Kopfhaut prickelte bei der heutigen Hitze. Also sich nicht von den langen Waldstücken täuschen lassen und eine Kopfbedeckung mitnehmen. Unterwegs kann in der Bembermühle eingekehrt werden, die bei mir auch gleich Erinnerungen weckte. Vor wenigen Wochen torkelte ich für das andere Wanderbuch – „Wandern im Westerwald“ – eben durch Gelände der Bembermühle; da treffen sich also zwei Wege, die ich in zwei verschiedenen Wanderbüchern in Visier genommen habe – so klein ist doch die Wanderwelt.

Die Fotos habe ich wieder mit der Kompaktkamera geschossen. Diverse Wanderer gucken mich immer schief an, weil ich links und rechts eine Kamera in den Händen halte. Dabei dachte ich, ich könne mich im Wald seltsam benehmen, weil mich eh keiner sieht. Denkste, der Waldschluchtenweg ist gut besucht (aber nicht überlaufen!)

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Zur Etappe 1: Pyrmonter Felsensteig

Zur Etappe 3: Nette-Schieferpfad

Zur Etappe 4: Förstersteig

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Schlenderer

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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