In der Kürze liegt die Würze. Wiewohl Würze in der modernen Küche einen NoGo-Beigeschmack hat – Petra straft mich immer mit entrüstetem Blick, wenn ich nach der Maggi-Würze frage -, kommen beim »Traumpfad Vulkanpfad« (Doppelpfad kommt besser) einige Spritzer beste Wanderwegewürze hinzu. Als das wäre gleich nach dem Start der Ettringer Bellberg mit seinen formidablen Blicken nicht nur über die Eifelhöhen und die Pellenz, sondern auch tief hinunter in den Krater, der noch immer ausgehöhlt wird.

Später kraxeln wir entlang der »Sieben Stuben« hinauf zur nächsten Aussicht. Bald danach geht’s stakkatomäßig ins Kottenheimer Winfeld, nächster Höhepunkt, wieder im wahrsten Sinne, denn dort wird geklettert und gebouldert.

 

Vorsicht, eine Enttäuschung droht!

Weil ich nun schon mehrmals darauf angesprochen wurde: Fast zeitgleich mit meinem Wanderführer »Unterwegs zu den Traumpfaden«, der bei Publicpress – Der Verlag mit der Sonne erschienen ist, veröffentlichte ein anderer Verlag ein Wanderbuch zur selben Wanderregion mit einem sehr ähnlichen Titelbild.

Bevor es nun zu Fehlkäufen und somit zu Enttäuschungen kommt: Nur wo »Karl-Georg Müller« draufsteht, ist auch »Schlenderer« drin.

»Unser« Buch ist von außen auch sehr schön an der freundlich lächelnden Sonne und dem grünen Einband zu erkennen. Wie bei den Traumpfaden gilt also auch hier: Genau hinausschauen.

Unterwegs auf den Traumpfaden

Kleines Schmankerl am Rande: Dieser andere Verlag und ich residieren beide in Neuwied.

 

Für ein paar Fotoaufnahmen schleppten Patrick, unser ältester Sohn, und Claudia ihre Kletterausrüstung aus dem Frankenland in die Eifel. Leider hatten wir einen schlechten, sprich: Arg nassen Tag erwischt, sodass es kein Halten gab. Es war mehr Gerutsche im Gefels als Klettern.

Das Kottenheimer Winfeld ist eine Felsenlandschaft, wie sie im Buche steht, abgeschlossen mit der Winfeld-Hütte, bei der es sich gut rasten lässt. Danach läuft es sich gut aus, vorbei an einem Basaltfindling und der Hartborn-Quelle.

6,7 Kilometer liegen am Ende hinter uns. Mehrmals schon sind wir den »Vulkanpfad« gewandert, was zum einen natürlich an der Kürze liegt, zum anderen an der abwechslungsreichen Wegeführung. Im Grunde ein Traumpfad für alle Tage, wie auch die Winterfotos zeigen.

 

 

Schlenderer

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... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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2 Responses

  1. Jürgen Korth

    … ich will den Vulkanpfad zusammen mit dem Wacholderweg “abarbeiten” ( … huch – was ein fürchterliches Wort … ). Natürlich an 2 aufeinanderfolgenden Tagen. Im Jahr 2017. Ohne Hektik – und natürlich mit 2 Übernachtungen in der Eifel. Die Wege liegen ja sozusagen “nebeneinander” …

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    • Georg

      [Ich erhalte derzeit keine Benachrichtigungen, wenn ich einen Kommentar freischalten muss, deshalb dauerte es diesmal sehr lange.] Tilo hat eine wirklich weite Anfahrt in die Eifel, da bieten sich die verschiedene Traumpfade zum Verbinden oder am selben Tag gehen an. Bergheidenweg und Wacholderweg haben übrigens eine auch ausgeschilderte Verbindungsstrecke (genau genommen zwei, sodass keine Strecke doppelt gewandert wird).

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