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Traumpfad Rheingoldbogen — Wanderblog für Schlenderer und Wanderer
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Traumpfad Rheingoldbogen

Traumpfad Rheingoldbogen

Traumpfad Rheingoldbogen

Tourinformationen Traumpfad Rheingoldbogen

Anspruch: mittel
Länge: 12,6 km
Dauer: 4:00 Std.
Höhenmeter: Aufstieg: 372, Abstieg: 372
Saison: ganzjährig, besonders aber zur Weinlese von Spätsommer bis Herbst

Kurzbeschreibung: Erst begegnen wir einer römischen Wasserleitung, dann verwöhnen uns Blicke auf die Marksburg, später entdecken wir frühzeitliche Grabhügel, passieren eine Klosteranlage und schlendern durch die Weinberge am Bopparder Hamm, bevor wir über ein Plateau auf verschlungenem Pfad noch einen letzten Blick auf die Marksburg werfen.

Anfahrt mit dem Auto: B 9 bis Brey, in der Ortsmitte von Brey in die Rheingoldstraße,
links in den Ackerweg bis zum Ortsrand/Friedhof; Parken am Friedhof

Anfahrt mit Bus & Bahn: Linie 650, Koblenz-Hbf. bis Brey, Haltestelle B 9

Ausgangspunkt: 56321 Brey, Ackerweg/Rheingoldstraße
Alternativ: Auf dem Dorfplatz in der Rheingoldstraße mit Miniportal (300 Meter Zuweg; Zuwegung „RheinBurgenweg“ bis zur ersten Traumpfade-Markierung folgen)

 

Wegbeschreibung:

Vom Einstiegspunkt am Ackerweg nahe beim Friedhof gehen wir die Straße entlang und schwenken bald nach links in die Rheingoldstraße. Auf dem asphaltierten Weg gewinnen wir rasch an Höhe.

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Schutzhütte nahe bei Brey mit der Marksburg

In einer Linkskurve lassen wir den Asphalt liegen und gehen mit leichtem Schwenk rechts auf einem Feldweg weiter. Obstbäume auf saftgrünen Wiesen stehen Spalier, bis wir an Bäumen entlang zu einer Schutzhütte mit schöner Aussicht bis zur Burg Lahneck gelangen, ehe wir nach rund 300 Metern zum ersten Mal vom Weg abgelenkt werden.

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Blick auf die Marksburg

Einige Schritte den Hang hinab finden wir einen gesicherten unterirdischen Tunnel mit einer römischen Wasserleitung, der bei Sonderführungen begangen werden kann. Wenige Meter darauf wartet ein von außen einsehbarer Abschnitt der Wasserleitung, die in den Schiefer gearbeitet wurde, vermutlich rund 1600 Meter lang war und zur Versorgung eines römischen Gutshofs diente.

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Sonne

Später wandern wir am Sportplatz vorbei ins Breyerbachtal, in dem früher drei Mühlen betrieben wurden, und erklimmen auf der Gegenseite den Königsberg auf schmalem Pfad. Die kurzweilige Mühe wird belohnt, denn neben einer weiteren Schutzhütte verwöhnt uns eine Traumliege mit wunderbarem Blick auf die Marksburg.

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Blick zum Bopparder Hamm

Auf weichem Wiesenweg wandern wir weiter. Ein kurzes Stück knirscht Schotter unter unseren Füßen, bis wir links das Breyer Hämmchen sehen, den die gleichnamige Weinbruderschaft rekultiviert hat.

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Rheinterrassen

Sie bauen hier nicht nur Riesling an, sondern auch den roten Weinbergspfirsisch. Wir wenden uns nach rechts, nicht ohne einen letzten Blick zurück ins Rheintal zu werfen.

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Betrieb auf dem Rhein

Zwischen Eichen und Buchen legen wir ein kurzes Stück zurück, erreichen einen Forstweg, dem wir nach rechts folgen, und halten uns an der folgenden Weggabelung links, während wir wieder in den hier typischen Niederwald eintreten.

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Blick auf Osterspai

Wir passieren das Gedenkkreuz eines Pilgers, der 1852 an dieser Stelle verstarb, und entdecken bald mehrere Dutzend Grabhügel aus der älteren Eisenzeit zwischen dem 6. und dem 3. Jahrhundert v. Chr.
Vorbei an Schwarzeichen und Ginsterbüschen gelangen wir zu einem Wirtschaftsweg und folgen ihm nach links.

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Wein!

350 Meter weiter erreichen wir das Hotel- und Golfresort Jakobsberg, in das wir einkehren können.

Wir wandern an der Kapelle des ehemaligen Jakobsbergerhofs, der mit dem Kloster Peternach Verbunden war, vorbei und verlassen auf einem schmalen Pfad das Resort. Das Kloster Peternach wurde 1157 von Kaiser Friedrich I. als Augustiner-Simultankloster gegründet, 1643 von den Koblenzer Jesuiten erstanden. 1733 fiel es an das Gymnasium in Koblenz, 1970 wurde der Hof zum Hotel umgebaut.

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Rheinblick am Bopparder Hamm

An der Hangkante entlang wandern wir eng an Schieferfelsen durch ein Kerbtal, bis in einer scharfen Linkskurve eine wunderschön aufgestellte Rastbank mit Blick auf Filsen und Boppard und ins Tal des Peternacher Bachs auf uns wartet.

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Rheinschleife

Nun läuft unser Pfad noch enger am Hang durch malerischen grünen Niederwald, der vornehmlich aus verwinkelt gewachsenen Eichen besteht. Nach rund 200 Metern mündet der Pfad in einen breiteren Wirtschaftsweg. Wir folgen diesem sofort nach links, wandern sanft aufwärts und sehen bald die Rheinschleife bei Boppard.

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Sommersonne am Bopparder Hamm

Als wir einen asphaltierten Weg erreichen, halten wir uns an der Weggabelung links und gehen bergauf. Das nun folgende Wegstück führt uns rund 2 km durch den Bopparder Hamm, der mit seinen steilen, nach Süden ausgerichteten Hängen und seinem mediterranen Klima über ideale Voraussetzungen für den Weinanbau verfügt und mit seinen rund 70 ha die größte zusammenhängende Rebfläche am Mittelrhein bildet.

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Still ruht der Rhein

Dominierend ist die Rieslingrebe, angebaut wird aber auch Spätburgunder.

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Schiffe auf dem Rhein

Mit wachem Auge entdecken wir in den Schieferfelsen vielleicht Mauer- oder Smarargdeidechsen oder Schlingnattern.

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Aussicht auf Filsen und Boppard

Auf den zahlreichen Rastbänken oder an einer idyllisch gelegenen Traumstation können wir schlemmen und den Ausblick ins Rheintal nach Filsen oder Osterspai genießen.

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Am Rhein

Später, als wir den Ritter-Schwalbach-Weg erreichen, wandelt sich unser von Weinstöcken gesäumter Weg zu einem mit Hecken und Sträuchern, auf dem wir rechter Hand plötzlich eine weitere Traumliege entdecken. Nichts wie hin und noch eine Schippe voll Rheintalblick abholen!

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Hoch oben

Auf dem Hochplateau dann schlängelt sich der gut ausgebaute Weg mal nach links, dann nach rechts an weiten Feldern und malerischen Streuobstwiesen entlang, bis er zielsicher zwischen Mühlkopf und Muttergotteskopf zur Hangkante verläuft.

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Auf dem Plateau

Zwischendurch atmen wir nicht nur die windige Luft ein, sondern erfreuen uns auch an der Aussicht auf die Marksburg, die wir nun aus anderer Perspektive als zu Beginn unserer Wanderung sehen.

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Blick auf die Marksburg

Auf schmalem Pfad dringen wir wieder in ein Waldgebiet ein, nehmen noch den Ausblick an einer Schutzhütte mit, bevor wir die Mutter-Gottes-Kapelle aus Naturstein passieren.

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Einzelgänger

Noch einige Stufen geht es auf dem Kreuzweg abwärts, dann wandern wir zu ebener Erde bis zur K 78, überqueren sie und setzen unseren Weg auf der anderen Seite fort.

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Wilde Wiesen

Bald laufen wir leichtfüßig zwischen Wiesen entlang und nehmen ein weiteres Angebot wahr: an der neuen Schutzhütte nahe beim Tillbach erblicken wir die Marksburg in ihrer ganzen Pracht. Danach heißt es langsam Abschied nehmen, denn die letzten Meter über einen Wiesenweg bringen uns an Streuobstwiesen vorbei nach kurzer Zeit zum Zielpunkt.

Schlenderer
kgm@schlenderer.de

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.

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