24 Mrz Traumpfad Pellenzer Seepfad
Tourinformationen zum Traumpfad Pellenzer Seepfad
Anspruch: schwer
Länge: 16,0 km
Dauer: 5:30 Std.
Höhenmeter: Aufstieg: 604, Abstieg: 604
Saison: ganzjährig
Kurzbeschreibung: Historisch starten wir an einem römischen Grabmal, tauchen an einer Aschewand in die Erdgeschichte ein, spüren am Krufter Waldsee das kühle Wasser, erobern die Teufelskanzel mit weiter Sicht in die Pellenz, steigen hinab zum Laacher See und staunen über Mofetten, bevor wir die Tour mit grandiosen Ausblicken ins Siebengebirge beschließen.
Anfahrt mit dem Auto: A 61 Abfahrt Kruft, B 256 nach Kruft, L 119 Richtung Nickenich, 56645 Nickenich, Laacherstraße, Parkplatz am Tumulus
Anfahrt mit Bus & Bahn: Linie 310 (täglich), Andernach Bf. bis Maria Laach/Glees, Haltestelle Nickenich-Oberdorf
Ausgangspunkt: 56645 Nickenick, Parkplatz am Tumulus, Laacherstraße
Wegbeschreibung:
Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Traumpfad Pellenzer Seepfad an der gallorömischen Grabanlage, die aus einer maßstabsgetreuen Rekonstruktion eines Tumulus (Rundgrab) aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und einem Nischengrabmal besteht. Von dort wandern wir zuerst ein kurzes Stück auf einem Weg, später dann links. Wir passieren das Biotop „Saure Wiese“ mit seinem Landschaftsweiher. Wir treffen auf einen ausgebauten Feldweg, halten uns kurz rechts, wenden uns bald aber nach links und steigen den sanften Anstieg hinauf.
Nach rund 800 Metern wächst rechts eine mächtige Aschewand empor, die „Schwarze Wand“, die der Laacher See-Vulkan vor 13.000 Jahren als Bims-, Tuff- und Basaltablagerungen aufgeschichtet hat.
500 Meter später dürfen wir den Abzweig zur „Hermann-Hütte“ nicht übersehen, denn von dort haben wir spektakuläre Aussichten in die Pellenz und ins Rheintal. Etwa 300 Meter weiter wartet bereits die nächste imposante Szenerie auf uns, der Eppelsberg, der vor rund 230.000 Jahren aktiv war. Durch den noch aktiven Tagebau wird in den 60 Meter hohen Schichten der Aufbau eines Schlackenkegels für uns sichtbar.
Durch ruhigen Mischwald wandern wir nun vorbei an hölzernen Skulpturen, bis wir nach 1,5 km den Krufter Waldsee erreichen. Rechts vom Weg, fast hinter Büschen versteckt, findet sich ein Rastplatz mit Dendrofon. Der beliebte Badesee entstand aus einer Bimsgrube; das Gelände ist von Juni bis September zugänglich, der Eintritt ist frei.
Vom Waldsee steigen wir erst gemächlich bergan, doch dann, als wir eine weitere Aschewand unterhalb des Krufter Ofens entdeckt haben, treibt es uns über steile Pfade, die mit Seilversicherungen ausgestattet sind und deren Aufstieg durch Stufen erleichtert wird, an Felsklippen entlang hinauf zur Teufelskanzel.
Auf der Felskanzel leisten wir uns eine Rast auf einer der Bänke, verbunden mit einer guten Aussicht über die Pellenz und ins Rheintal. Wem diese Passage zu steil ist, für den wird eine nur wenig längere Ausweichroute an den jeweiligen Einstiegspunkten ausgewiesen, die im weiten Bogen um das felsige Gebiet herumführt.
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Nach dem kräftigen Aufstieg läuft der Waldweg mit einigen Schlenkern flacher weiter. Die Schutzhütte „Am Krufter Ofen“ bietet sich uns als weitere Rastmöglichkeit mit Aussicht an.
Doch wir wollen weiter, setzen also unsere Wanderung durch rauschenden Laubwald fort, bis wir auf einen breiten Forstweg treffen, der uns nach 2 km stetem Abstieg aus dem Wald herausführt.
In rund 2 km Entfernung erspähen wir auf dem Traumpfad Pellenzer Seepfad zwischen den Bäumen die Türme der Pfeilerbasilika von Maria Laach, rechts von uns breitet sich wie ein blauer Teppich der Laacher See aus.
Da er unser Ziel ist, wenden uns inmitten der Felder und Wiesen an der nächsten Wegkreuzung nach rechts und erreichen nach 500 Metern die Uferzone.
Auf weichem Waldboden wandern wir nun fast 2 km am See entlang. Wir gönnen uns aber einen kleinen Seitensprung abseits des Traumpfads, um eine Besonderheit nicht zu verpassen.
Gleich in der ersten Rechtskurve halten wir Ausschau nach dem Trampelpfad, der uns noch näher am Wasser entlangführt und später wieder auf den Hauptweg zurückweist.
Nur so werden wir die Mofetten entdecken, aufsteigendes Kohlenstoffdioxid, das sich mit Sprudeln und Gluckern bemerkbar macht.
Zurück auf dem Hauptweg, legen wir die letzten Meter am Laacher See zurück, bevor wir den Einbruchkrater hinaufsteigen. Die nächsten 500 Meter spüren wir am eigenen Leib, wie steil ein solcher Kraterwall sein kann, und oben an der „Ahrefeld-Hütte“ schnaufen wir erst einmal auf der Traumliege kräftig durch, bevor wir das nächste flache Wegstück bis zur L 116 bewältigen.
Wir überqueren die Landstraße, erfreuen uns an dem herrlich schmalen Pfad durch den Wald und staunen nicht schlecht, als wir bald darauf durch ein Hinweisschild auf einen „keltischen Baumkreis“ hingewiesen werden.
Der Ort kommt uns gerade recht als Entschleuniger, und obwohl der Ursprung des Baumhoroskops keineswegs als keltisch angesehen werden kann, strahlt dieser Platz Stille und Geruhsamkeit aus.
Kurz darauf passieren wir rechter Hand die unübersehbare Ruine der Heimschule am Laacher See, die 1927 als katholische Konfessionsschule gedacht, nach 1945 aber nicht mehr genutzt wurde.
Schönere Aussichten gewinnen wir dagegen, sobald wir beispielsweise von einer Rastbank am Wegesrand aus über die sanften Eifelhöhen zum Siebengebirge schauen.
Zwischen würzig duftenden Nadelbäumen wandern wir langsam bergab und holen, während wir den Steinbruch Nickenicher Sattel zu unserer Linken passieren, satte Aussichten in die Pellenz und die angrenzenden Eifelhöhen mit.
Nach einigen wenigen Schritten durch grünen Wald streifen wir Nickenich, wenden uns aber gleich wieder vom Ort ab und schlendern zwischen Feldern mit den letzten Weitblicken sanft hügelaufwärts.
Bald streifen wir wieder hinunter, und überqueren dann auf Höhe der Tennisplätze die L 116 ein zweites Mal. Nun führt uns ein Pfad an den Tennisplätzen entlang bis zu unserem Zielpunkt am Tumulus.



















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