Felsen, Felsen, Felsen. Und Steine. Der »Traumpfad Nette-Schieferpfad« macht seinem Namen alle Ehre. Die 9,2 Kilometer lange und mit mäßigen Steigungen ausgerüstete Rundweg führt von Trimbs nach … äh … Trimbs. Aber was dazwischen liegt, hat’s in sich. Schiefer, so weit die Füße tragen. Und die Nette – gluckert mal rechts, dann links, mal neben uns, dann tief unter unserem Pfad, und zweimal müssen wir über die Nette, wobei die zweite Querung die spektakuläre ist, denn bisschen abseits des Weges sprudelt der Nette-Wasserfall. Gut, ihn Wasserfällchen zu nennen, wär jetzt auch nicht falsch, aber malerisch ins Landschaftsbild eingebettet ist dieses Fällchen allemal.

Erwähnte ich eigentlich die Felsen schon? Also, genauer gesagt sind’s Schieferfelsen, wovon die halb versteckten Zugänge in die Stollen künden. Dass damals, als die Menschen noch mit der Bahn zu ihren Wanderungen in der Eifel fuhren (ja, das ist arg romantisch gedacht), zuckelte eben diese quer durchs Geläuf. Davon künden noch eine Eisenbahntrasse.

Die dient nun bevorzugt als Radfahrweg, wir aber wandern auch ein Stückchen unberadelt drüber, auch durch einen Tunnel und über einen Viadukt, während ein weiteres sich weiter entfernt übers Tal schwingt.

Wer aber denkt, bei so viel Tal mangelt es an Ausblicken, der täuscht sich. Oben auf dem Plateau, zwischen Feldern und auf Graswegen, wandert der Blick rüber zum Hochsimmer oder zu den Vulkankuppen rund um den Laacher See. Ach, und eine Weinbergsmauer steht auch noch im Hang herum – Wein wird nicht mehr kultiviert, aber an der dort nett drapierten Raststation tut’s auch ein Schlückchen Kaffee.

Ich liebe diesen Traumpfad. So sehr, dass ich vor einiger Zeit das Angebot von Wegepate Hermann Nördershäuser gerne annahm. Gemeinsam gingen wir den Traumpfad, erzählend (er) und zuhörend (ich). Davon gibt es auch einen netten Bericht auf dem »Schlenderer«: Ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann

Die Fotos stammen von mehreren Wanderungen. Einige zeigen den Wegepaten, andere meinen Schwager Herbert, wie er auf den Felsen tänzelt. Die ganz schlimmen Fotos, wo ich noch rief »Herbert, gib Acht!«, zeige ich nicht. Der Traumpfad hat schmale Pfade, eng am Hang entlang, und an einigen Stellen fällt der Fels ziemlich steil hinunter. Aufpassen ist angesagt!

Wanderführer Traumpfade

Wer sich die Übersichtskarte in meinem Wanderführer »Unterwegs auf den Traumpfaden« anschaut, der wird nicht weit entfernt den »Traumpfad Vulkanpfad« entdecken. Der ist 6,7 Kilometer lang. Für einen längeren Wandertag liegt der Gedanke nahe, beide nacheinander zu wandern. Ein guter Gedanke, wie ich finde. Wer also die nötige Zeit mitbringt und die nötige Kondition, der nimmt sich beide vor. Sie vermitteln ganz unterschiedliche Eindrücke und begeistern mich immer wieder. Alle notwendigen Informationen zu diesem und den anderen Traumpfaden finden sich natürlich in meinem Traumpfade-Buch.

 

Schlenderer

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... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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