Traumpfad Förstersteig

Traumpfad Förstersteig

Tourinfomationen Traumpfad Förstersteig

Anspruch: schwer
Länge: 16,6 km
Dauer: 5:30 Std.
Höhenmeter: Aufstieg: 656, Abstieg: 656
Saison: März bis Oktober

Kurzbeschreibung: Auf dem Traumpfad Förstersteig wandern wir vom Eiterbachtal auf verschlungenen Pfaden hinauf zur Luisenplatzhütte mit weiten Aussichten über die Eifelkuppen, durch ruhige Wälder zum Fünfkantstein und hinunter ins Nettetal, vorbei an Schloss Bürresheim und durch das Nitzbachtal zum Scheidkopf mit weiteren Panoramaaussichten.

Ausgangspunkt: 56727 Mayen, Am Leichenweg bei Mayen-Kürrenberg
alternativ: 56727 Mayen, Schützenplatz an der L 83 Bürresheimer Straße (Zuweg rund 2 Kilometer)

 

Wegbeschreibung:

Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Traumpfad Förstersteig am Freiraum Kletterpark Vulkanpark, passieren das Gelände und absolvieren den Zuweg bis zum (Start) Startpunkt. Dort halten wir uns nach rechts, wandern durch das stille Ruppental, wenden uns auf Sichtweite zum Eiterbach abwärts, gehen rund 100 Meter danach über den Bach, dann wieder rechts und orientieren uns bis zum Eiterbachweiher immer am eifrig rauschenden Bach. Der Rastplatz schaut einladend aus, doch der erste Anstieg steht uns bevor, und so wandern wir auf einem zuerst grasbewachsenen Weg, später dann engen Pfad durch den Wald mit Freiflächen und von vielfältigen Pflanzen in sanftes Grün gehüllten Hängen aufwärts.

Blick auf St. Johann auf dem Traumpfad Förstersteig

Blick auf St. Johan

Wir erreichen die Anhöhe. Unser Pfad schlängelt sich durch Eichenwald, und eine schöne Aussicht lässt uns kurz verweilen. Später orientieren wir uns an einem Hinweisschild rechts und erreichen rund 100 Meter danach mit der Luisenplatzhütte einen idealen Ort für unsere erste Rast. Auf einer Traumliege lassen wir uns nieder und genießen in vollen Zügen die Aussicht über Mayen und die Eifelhöhen.

Rastplatz am Fünfkantstein auf dem Traumpfad Förstersteig

Rastplatz am Fünfkantstein

Von der Hütte folgen wir einem schmalen Pfad gemächlich abwärts. Über einen Forstweg nähern wir uns dem Altener Tempelchen, die letzten Meter steigen wir auf verwurzeltem Pfad hinauf, bis wir die zwischen Bäumen versteckte Schutzhütte mit Aussicht ins Nettetal entdecken. An Werktagen werden wir nun für einige Zeit durch die steten Arbeitsgeräusche des auf der anderen Talseite sichtbaren Steinbruchs mit den gewaltigen Basaltwänden abgelenkt, als wir auf einem Forstweg an der Hangkante hoch über dem Nettetal laufen.

Aussichten beim Scheidkopf

Aussichten beim Scheidkopf

Nach einer Linkskurve zieht uns ein enger, ansteigender Pfad in den Hang hinein bis zu einem eben verlaufenden Forstweg. Durch das dichte Blattwerk erhaschen wir Blicke auf das Abbaugebiet und den Ort Kürrenberg, entdecken dann in einer scharfen Rechtskurve einen nach links ansteigenden Pfad. Diesem folgen wir rund 400 Meter stramm den Berg hinauf bis zum Fünfkantstein, einem Vermessungspunkt aus dem 18. Jahrhundert, an dem fünf Walddistrikte aufeinandertreffen. Entweder unter einer ausladenden Rosskastanie oder auf einer Rastbank schöpfen wir nach dem letzten Anstieg Atem, bevor wir rechts an der Hütte vorbei gehen, uns rund 50 Meter danach rechts auf einen Pfad wenden und zwischen Eichen und Buchen und nach einem kurzen Hohlweg wieder auf einen Forstweg treffen.

Schloss Bürresheim auf dem Traumpfad Förstersteig

Schloss Bürresheim

Wir folgen dem Streckenverlauf auf dem sich sanft absenkenden Weg für rund einen km, wandern in einer Linkskurve gerade aus weiter und erfreuen uns nicht nur am schmalen Pfad, sondern später auch an der herrlichen Aussicht hinab von der Hochlay-Hütte auf Schloss Bürresheim. An welchem Platz könnte ein Waldsofa malerischer als hier auf uns warten?

Beschwingt folgen wir dem schlängelnden Pfad talwärts, fügen einen kurzen Abstecher zu einem zweiten Blick auf das Schloss ein, und gelangen zu einem breiteren Forstweg. An einer Wegkreuzung halten wir uns links, wandern bald für einige Meter nah an der Nette vorbei, die wir ein erstes Mal überqueren. Wir legen wenige Schritte an der Landstraße bis zur Hammesmühle zurück, in die wir einkehren können.

Gleich hinter dem historischen Gasthaus überqueren wir die Nette ein zweites Mal, überlegen uns aber zuvor, ob wir nicht eine Besichtigung von Schloss Bürresheim einstreuen wollen. Die ersten Besitzer werden 1157 in einer Urkunde genannt, 1948 ging das Schloss an die Verwaltung der Staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz über. Die auf einem von der Nette umflossenen Felsen gelegene Burg gliedert sich in „Kölner Burg“ und die noch erhaltene „Trierer Burg“. Schloss Bürresheim kann täglich besichtigt werden.

Blick ins Nitzbachtal

Blick ins Nitzbachtal

Nach der Brücke wandern wir rechts weiter. Wir gewinnen langsam an Höhe, während wir ab und an einen Blick, vielleicht von einer Bank, auf das majestätische Schloss werfen. Vom Waldweg weichen wir kurz nach der Rastbank rechts über Stufen auf einen Pfad ab, der uns näher zum Nitzbach bringt. Nach einem Forstweg warten auch wieder schmalere Wege, die uns über felsigen Untergrund leiten und für rund 3 km nicht nur durch malerischen Eichenniederwald führen, sondern auch zur nächsten schönen Aussicht.

Kastanie am Fünfkantstein

Kastanie am Fünfkantstein

Am Schälkopf wartet ein uriger Rastplatz inmitten verwachsener Eichen mit Blick ins Nitzbachtal. Doch weiter geht es, wir umrunden den Berg, bleiben im Wald, erwischen aber an der nächsten Rastbank schon die nächste Aussicht, diesmal auf den Ort Nitztal. 200 Meter danach folgen wir einem Pfad nach links in den Hang hinein, der sich den Berg hinaufwindet. Später folgen wir einem Waldweg rechts bergauf, verlassen den Wald und finden uns zwischen Wiesen und Weiden wieder. An Pferdekoppeln vorbei wandern wir links weiter, rechts von uns sehen wir Kürrenberg. Verbunden mit den ersten ungehinderten Blicken wandern wir zwischen Wiesen auf den Scheidkopf zu.

Schloss Bürresheim auf dem Traumpfad Förstersteig

Schloss Bürresheim

An einer Wegkreuzung wenden wir uns nach rechts und nähern uns nun einem aufregenden Potpourri an grandiosen Ausblicken. Bald geben wir dem Angebot an Bänken nach und genießen dabei einfach die Panoramaaussichten auf den Hochsimmer, in die Pellenz und bis ins Rheintal. Am Scheidkopf durchqueren wir ein Wäldchen. Wir treffen auf eine asphaltierte Straße, der wir 10 Meter nach links folgen, und schwenken dann rechts auf einen Grasweg ab. Wir gönnen uns beim sanften Abstieg zwischen Feldern und Wiesen letzte Blicke ins Neuwieder Becken oder den Westerwald. Auf einem gewundenen Pfad tauchen wir wieder in den Wald ein, der uns nach wenigen Schritten zum Zielpunkt führt. Nach der facettenreichen Wanderung schauen wir noch den zumeist jungen Menschen beim Balancieren und Hangeln im Kletterwald zu, ehe wir die Heimreise antreten.

Schlenderer
kgm@schlenderer.de

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.

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