Frohsinn, Spaß und Lebensfreude trotz Fastnacht! Liebe Wanderer und Wanderinnen – dem Rheinländer als solchem ist es ja schier unmöglich, sich ohne mehrtägigen Urlaub jenseits der Gebietsgrenzen dem johlenden Volke zu entziehen. Nun gilt ja der als Muffel, welchem dieses Brauchtum im Laufe der Jahre immer befremdlicher wurde. Meine Mutter meinte gestern auf meine Antwort, dass Petra und ich wieder nicht am Sonntag zum Fastnachtsumzug nach Weißenthurm kommen (der bierselige Zug zockelt auf Armlänge an ihren Wohnzimmerfenstern vorbei), ob ich denn nicht wenigstens die Fernsehsitzung (für Altvordere wie sie und mich kann es natürlich nur die eine Fernsehsitzung geben) gucke. Ich guckte sie an: »Vier Stunden gucken für einmal lachen?«

Ertragen könnte ich einen solchen Abend mit reichlich Alkohol. Aber dafür den köstlichen Whiskey opfern? Der trinkt sich besser bei anderen Gelegenheiten. Beispielsweise beim Fotos schauen. Wie die vom »Traumpfad Bleidenberger Ausblicke«.

Für das bald erscheinende Wanderbuch »Unterwegs auf den Traumpfaden« graste ich mit größtem Vergnügen diesen Traumpfad ein weiteres Mal ab.

Der Bleidenberger gehört gewiss zu meinen drei Traumpfade-Favoriten. Ich bin in nun zu allen Jahreszeiten gegangen, die schönsten Erinnerungen aber nistete sich bei mir nach einer nebulösen Wanderung ein, bei der die Sicht eingeschränkt, das Erlebnis aber grenzenlos war. Einige Fotos künden auch hiervon.

Darüber hinaus sollen die Fotos von diesem Traumpfad richtig Hunger aufs Traumpfade-Buch machen. Mehr noch als auf Fastnacht freue ich mich auf den Erscheinungstag. Und der liegt nicht weit entfernt von Aschermittwoch. Wenn ihr also nach Fastnacht plötzlich ein lautes »Humba Humba Humba Täterä!« hört: Das bin ich. » Humba Humba, das Buch ist da!

Ach, der Wanderweg: Die Rundwanderung startet in Oberfell und führt 12,8 Kilometer und 537 Höhenmeter aus dem Moseltal hinauf zum Dickenberg mit schöner Aussicht ins Tal und die Eifelhöhen, weiter über das Plateau und später hinab ins Alkener Bachtal. Von dort führt ein Pfad hinan zur Burg Thurant, gewundene Wege lotsen nach der Burgbesichtigung abwärts nach Alken.

Vorbei an der St. Michaelskirche und altem Stadttor stapfen wir über den Sieben-Fußfälle-Kreuzweg auf den Bleidenberg zur gleichnamigen Wahlfahrtskirche. Der weiche Wiesenweg steuert dann noch eine keltische Pfostenschlitzmauer (nachgebaut) und einen Lagerplatz des Homo erectus (derzeit nicht persönlich vor Ort) an, bevor es auf dem letzten Stückchen hinunter nach Oberfell weitere Aussichten hagelt.

 

Schlenderer

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... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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