Sonne tanken auf dem “Traumpfad Rheingoldbogen”

“Ich mach nur ein paar Fotos.” Sag ich noch. Und dann schaufele ich doch wieder etliche Fotos hoch. 

Heute wollte ich unbedingt auf den Traumpfade Rheingoldbogen. Sonne tanken nach zwei Wochen im Garten unterm Sonnenschirm. „wink“-Emoticon Die Sonne bekam ich, den Schatten nahm ich mir. Und wenig Gepäck mitnehmen. Wasser und nicht viel Kameragedöns (die Sony 7 wiegt dann mit dem 28mm-Objektiv butterleichte 650 Gramm).

Der Rheingoldbogen ist 12,6 Kilometer lang und weist moderate 292 Höhenmeter auf; im Grunde steigt er anfangs zu den römischen Wasserleitungen an, fällt dann wieder ab und schiebt sich noch einmal den Hang hinauf zur ersten Hütte mit schöner Aussicht. Natürlich rüber zur Marksburg. Die gibt es alle naselang zu sehen, jedenfalls zu Beginn und am Ende.

Aber vor dem Ende eilt der Weg noch an Hügelgräbern entlang (die sich aber sehr gut im Wald verstecken), weiter zum Jakobsberg (in der Kapelle dort konnte ich Herrn Riegel meine Aufwartung machen, denn ein Porträt stand auf dem Altar). Durchs Gelände denn so halbwegs durch und auf verschlungenen Pfaden in den Bopparder Hang.

Den mag ich eigentlich gar nicht, denn alle zehn Meter bleibe ich stehen und denke: Das wäre doch ein schönes Fotomotiv (wo ich doch, siehe oben, nur ein paar Fotos machen wollte). Mini-Mauereidechsen laufen bei der Hitze auch übers Geläuf, eine Raststation steht genug richtig, nur prall in der Sonne (die beiden Wasserflaschen waren im Nu auf 180 Grad, der Kaffee in der Thermoskanne fing selbsttätig wieder an zu kochen).

Von dort geht’s dann aufs Plateau. Unbewaldet. Wald kommt erst auf den letzten Kilometern, wenn es abwärts geht zur Muttergotteskapelle und noch mal zwischen Wiesen und so entlangschlenkert; natürlich mit den obligatorischen Marksburg-Blicken.

Zu Ende war’s dann wieder am Friedhof in Brey. Meine Laune war gestiegen, meine Flaschen leer. Zeit also, nach Hause zu fahren.

Die Fotos zeigen viel Bopparder Hamm. Aber dafür, dass ich alle zehn Meter Fotos gemacht habe, sind es doch recht wenige.

 

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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