Mein Wanderbuch »Eifel. Wanderungen für die Seele« hat nun auch bereits 2 ½ Jahre auf dem Buckel. Verglichen mit mir ist es zwar noch taufrisch, aber einigen Falten hat es dennoch. Dazu gehört beispielsweise, dass zwei der im Buch vorgestellten Klöster zwischenzeitlich nicht mehr von Klosterbrüdern geführt werden (Himmerod und Mariawald) – für die Abtei Maria Laach aber gilt dies nicht.

Stattdessen schlage ich hier eine Änderung in der Wegführung vor. Wir orientieren uns weiterhin so wie bei Tour 20 »Seeblick inklusive – Unterwegs zur Abtei Maria Laach« an der Georoute L, flechten dabei eine Änderung ein. Dazu gibt es einen guten Grund.

Auf einer neuen Wegekarte am Wegesrand entdeckte ich den Hinweis, dass ab dem Minigolfplatz eine andere Wegeführung vorgeschlagen wird. Diese wäre nach der Wegekarte« Minigolfplatz – Blockhaus – Unselt«. Von Unselt ginge es dann den Berg steil hinauf – das ist dieselbe Strecke, die beim Hinweg kurz nach dem Start am Parkplatz Restaurant Vulkan Waldfrieden bergab genommen wird. Und das hieße nichts anderes als, diesen Streckenabschnitt zweimal wandern – hin und zurück eben.

Das gefällt mir überhaupt nicht, wenn es auch aus Sicht der Wegemacher die einfachste Lösung darstellt. Aber nicht die Schönste. Ich schlage eine andere Streckenführung vor, die sich erst vor wenigen Monaten aufgetan hat – da nämlich sind von der Gemeinde Nickenich einige mit »Ni« deklarierte kurze Wandertouren neu ausgeschildert worden. Und dadurch ergibt sich eine viel elegantere Lösung, die zudem die alte Streckenführung der Georoute L verbessert, weil sie nur ein kurzes Stück an der Landstraße in Richtung Glees entlangführt. Das gefiel mir nie richtig gut, war aber bis jetzt ohne allzu ausführliche Wegebeschreibung kaum möglich.

Ich habe via Outdooractive diese neue Wegeführung eingetragen, dort sind nun nach Anmeldung eine Wanderkarte und die GPX-Daten abrufbar. Es ändert sich nun der folgende Abschnitt im Buch auf Seite 189, 4. Absatz:

»… An einer Stelle können wir auf Tuchfühlung an ihn heran, queren gemütlich sumpfige Areale auf Holzbrücken. [Es fällt jetzt der kurze Abschnitt zum Minigolfplatz weg, der Verweis auf die L113 Richtung Glees und der folgende Anstieg am Straßenrand. Stattdessen wie folgt:] An einem Liegesofa genießen wir den Blick über den See, orientieren uns dort an einer Wegeeinmündung den sanft ansteigenden Feldweg zur L113. Wir folgen nun dem Wegezeichen Ni4, weißen Symbolen auf pinkfarbenem Hintergrund. Die viel befahrene, aber an dieser Stelle gut einsehbare Landstraße überqueren wir sehr umsichtig und setzen unsere Weg hangaufwärts bis zum Waldstück fort. Dort halten wir uns rechts, flanieren eine Weile am Waldrand entlang und tauchen bald auf Ni4 in den stillen Wald ein, dessen Ruhe nur manchmal vom Lärm der Motoren der nahen Straße unterbrochen wird. Der Waldweg wurde leider frisch mit grobem Schotter bedeckt, sodass die erste Passage mühsam zu gehen ist. Später freuen wir uns über den dann fußfreundlicheren Waldweg, der uns in vielen Kurven und Kehren zur Landstraße bringt. Rund 20 Meter weit gehen wir diese bergab in Richtung Laacher See, sehen jedoch auf der anderen Straßenseite Wegeeinmündungen. Wir nehmen den rechten Waldweg, der uns mit Ni4 und nun auch wieder mit der Georoute L mitnimmt. Jetzt schlängelt sich der Weg in Hanglage mal leicht hinauf, dann wieder abwärts.«

[Der letzte Satz gehört schon zum nun wieder gültigen Text aus dem Wanderbuch; der Rest der Wanderung stimmt wieder mit dem Text im Buch überein, wobei die Georoute L und Ni4 auf gleicher Strecke bis zum Start- und Zielpunkt laufen.]

Einige Fotos machten Petra und ich auf unserer Herbstwanderung auf der im Wanderbuch vorgestellten Route, die zu jeder Jahreszeit ihren besonderen Reiz hat. Und diese Waldpassage ist an Wochenenden oder Feiertagen absolut empfehlenswert (und deshalb ist es umso bedauerlicher, dass die Georoute L nach dem neuen Wegeplan offenbar verkürzt und um diese Passage reduziert werden soll), denn sie ergänzt den Weg am See entlang um diesen waldreichen und wirklich wenig frequentierten Abschnitt.

Schlenderer

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
Schlenderer

Letzte Artikel von Schlenderer (Alle anzeigen)

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere