RheinTerrassenWeg. Am Montag. Von Oppenheim nach Bodenheim. 21,3 Kilometer (irgendwo habe ich wieder einige Mehr-Kilometer gefunden, denn die vorgesehen Strecke ist kürzer). Bei bedrücktem Wetter und viel Wind auf den Höhen. Die Fotosausbeute ist mager (wovon ich vorweg schon ausging), die Blätter von Baum und Strauch rieselten im Einklang mit dem Regen, der auf der Rückfahrt nach Neuwied einsetzte.

Aber ich habe die Etappe brav dokumentiert, wie ich’s beachsichtigt hatte. Nur sehe ich beim Durchblättern meiner Fotos, dass ich wenige Präsentable machen konnte, viel mehr “Dokumentarische”. Ich knipse bei diesen Wanderungen ziemlich wild drauflos, um für mich wichtige (oder wichtig erscheinende, die sich später dann als überflüssig herausstellen) Punkte festzuhalten und damit später meinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Da ist mir lieber ein Foto mehr sehr recht – so wie das beigefügte und ziemlich wahllos herausgeschnippte, aufgenommen bei Nierstein in der – ach! – Mozartstraße. So sehen also viele der gestrigen Fotos aus, spannend bis zum Zerreißen, spektakukäre Szenen zeigend, die noch nie ein Mensch gesehen hat – und auch niemals sehen wollte.

In der Mozartstraße in Nierstein

In der Mozartstraße in Nierstein

 Trüb war das Wetter am Montag, sonnig aber meine die Stimmung. Sechs Etappen weist der RheinTerrassenWeg auf (wobei natürlich jeder gehen kann, wie er will, also mehr Etappen oder weniger), die am Montag führte mich von Oppenheim nach Bodenheim. Unterwegs wanderte ich durch Nierstein und durch Nackenheim und musste mich sehr am Riemen reißen, meinen Rucksack nicht zu überladen.

So sackte ich nur eine Flasche Riesling ein, von hier: Weingut Raddeck. Die Tür zur Vinothek stand weit offen (na gut, ich musste sie eigenhändig aufstoßen, aber das schaffe ich noch, sobald der Wein winkt), das Weingut residiert einen Ausfallschritt entfernt vom RheinTerrassenWeg – da muss ich hin, da will ich bleiben.

Jedenfalls für eine Eintütungsaktion lang. Das Wetter war, ich möchte es nicht breittreten, aber – verbesserungsbedürftig. Was ja auch sein Gutes hat, denn so habe ich einen Grund, zumindest stückchenweise die Strecke im Frühjahr nochmals zu wandern. Denn die Fotos sind nicht so, wie ich sie mir fürs Wanderbuch zum RheinTerrassenWeg vorstelle. Im Frühjahr also sieht mich diese Region wieder. Spätestens. Denn Petra und ich überlegen, ob wir nicht den Weihnachtsmarkt in besuchen sollten. (Der Link führt zum Bericht vom letzten Jahr: Weihnachtsmarkt in Oppenheim

Überhaupt Weihnachtsmarkt. Zwei Etappen stehen noch an, eine wird mich von Bodenheim nach Mainz bringen. Ankommen werde ich dort vermutlich bei hereinbrechender Dunkelheit. Am Dom. Das wird nett. 

Diese Etappe ist übrigens 16,7 Kilometer lang und weist 293 Höhenmeter auf. Ich habe einige Meter drangehangen, weil ich beispielsweise in Bodenheim einige der bemerkenswerten historischen Bauwerke angesehen habe. Zum Molsberger Hof verlinke ich für Interessierte noch zur Feuerwehr Bodenheim: Feuerwehreinsatzbericht

Und wie immer füge ich noch den Link zur PDF zum RheinTerrassenWeg in @Rheinhessen an, die übersichtlich alles Wissenswerte zur Strecke bereithält: PDF RheinTerrassenWeg

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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