»Gut, wenn es wirklich sein muss, dann trennen wir uns halt.« Das sage ich verdammt nonchalant nach mehr als 30 Jahren Ehe locker daher, weil ich so saucool bin. Oder etwa doch nicht?

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Dort wollen wir hin!

Ich fange besser von vorne an. Beim Aufstehen. Und ja, es wird ein unverschämt ausführlicher Bericht. Mit einem solchen Vorsatz gleite ich zwar nicht aus den Federn. Eigentlich gleite ich gar nicht, sondern schleppe mich ins Bad, weiche die Augenkrusten auf und gurgele mir den nächtens angesammelten Mundmief aus den Zahnhöhlen. Drei meiner vier Haare föhne ich dann noch trocken, das vierte Haar dagegen lasse ich mir wild ins Gesicht baumeln (was mir, wie mir Wohlgesinnte sagten, einen sehr verwegenen Ausdruck verleiht.)

Während ich also gut drei Stunden im Bad verbringe, macht sich Petra wirklich schön, sodass wir – der eine passabel, die andere präsentabel – in den Frühstücksraum schlurfen, der identisch ist mit der Gaststube vom Vorabend. Der Tisch ist gedeckt, Kaffee und Tee im Anflug, der Appetit lungert schon herum und fällt dann auch übers Frühmahl her.

»Dummpffummfjawiehmmgpf«, kaue ich, was so viel heißen soll wie »Du weißt ja, wie wir fahren müssen.« Das ist in Zeiten des Fahrwegsuchens via Smartphones keine Frage, sondern ein echtes Statement. Wie Männer das halt so von sich geben, wenn sie selbst keine Ahnung haben. Man muss dazu wissen, dass ich einmal probeweise für die Fahrten ins Sauerland ein Navigationsgerät namens »TomTom« ausprobiert hatte, von dem ich ergebnismäßig recht angetan, preislich aber erschrocken war. Statt die 130 Euro aus dem Fenster zu werfen, investierte ich kurzerhand kurz vor unserer Rhönreise in einen postmodernen gedruckten Autoatlas für (bitte anschnallen) 4,95 Euro. (Der Autoatlas kam einen Tag vor der Abreise an. Ich hatte ihn bei Amazon geordert, doch der Zusteller hatte sich heillos verfahren und war in einem Weinberg gelandet.) Letztlich war das NoGo beim Navi die weibliche Stimme, die man sich in etwa so vorstellen mag: Gandalf bläst dir mit der Stimme des Balrogs auf der Brücke von Kazad-dûm ins Ohr: »Sie fahren hier jetzt sofort links. SO – FORT – LINKS!«

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Fahrt zum Keltenpfad

Dann kabbele ich mich während der Fahrt doch lieber mit Petra …

»Die Rhön ist schön« – sicher ein Spruch mit Bart, der meine Gedanken beim Abschiednehmen aber gut wiedergibt. Wir machen uns also auf nach: »Ins Kelten-Hotel«, sage ich zu Petra. Und schon fliegen ihre Finger über die Scheibe des Smartphones. Jetzt kenne ich diesen Navi-Ersatz ja auch. Vom Sauerland. Leidvoll. Denn immer, wenn es drauf ankam, zog sich die Dame meines Vertrauens (nein, nicht Petra) schmollend in ihr virtuelle Kämmerchen zurück. Jedenfalls schwante mir Übles, denn im Sauerland suchte ich alle 500 Meter eine Parkgelegenheit, um mit dem Smartphone ins Gespräch zu kommen: »Ach, war nicht so gemeint. Bitte, nur noch ein Stückchen, wir sind bald da« … »Herrgottnochmal, ja, ja, JAAA, ich bitte um Ent… Ach, verflucht, ich krieg das schon selbst hin …« … »Öhem, könnten wir nochmal von vorn anfangen, so ganz neu, als ob nichts gewe… nein, okay, vergiss es. Aber glaub ja nicht, dass ich dich nachher auflade.«

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Im Kelten-Hotel. Bald.

Aber wie es so ist, Männer verstehen etwas von Technik, Frauen beherrschen sie. Also »Tschüss!« am Flechsenberger Hof, ab ins Gefährt und raus aus Birx. Während ich den Anweisungen meines Beifahrers wie ein Ralleyfahrer lausche – »Scharfe Linkskurve, 1. Gang, 100 weiter lange Rechtskurve, 2. Gang« -, erreichen wir noch am selben Tag die auf Guckweite entfernte Bundesstraße. Von dort geht es nordwärts. Kinderspiel für uns, und während wir die Orte Hilders, Tann und Geisa passieren, entwickelt sich das übliche Gespräch: »Guck mal da, das hübsche Fachwerkhaus … hach, jetzt hättest du aber links gemusst … hui, was ein altes Tor … du fährst sicher absichtlich geradeaus, oder … welche Burg ist denn das da auf dem Berg?« Und während ich verzweifelt die Burg auf dem Berg suche und deutliche Fingerzeichen nach draußen richte, weil hinter mir irgendein Trottel voll in die Eisen steigt, lenkt Petra ihre Aufmerksamkeit schon auf die nächsten wunderbaren Bauwerke entlang der Strecke.

Und die gibt es wirklich überall, das Stadttor in Tann (aus dem Jahr 1557) und das 11-Apostel-Haus, die Begegnungsstätte »Point Alpha« bei Geisa und die (spät-)mittelalterliche Stadtbefestigung und das Schloss hoch auf dem Berg. Nur einige der vielen unverschämt guten Gründe, wenigstens noch ein weiteres Mal in die Rhön zu fahren.

»Jetzt hättest du rechts gemusst«.

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Ankunft beim Kelten-Hotel

In Sünna biegen wir also nach einigen missglückten Versuchen nach rechts (genau genommen ja jetzt links) ab und folgen den Schildern zum Keltendorf. Noch ein letztes »rechts wäre richtig gewesen«, dann sind wir am Kelten-Hotel, in dem wir die Nacht verbringen werden.

Ausladen, einchecken, Zimmer angucken, in die Wanderschuhe schlüpfen, denn den ganzen Tag über können wir uns auf dem »Keltenpfad« austoben (der Link führt zu Outdooractive und einer anschaulichen Übersichtskarte des Wegs). Der Keltenpfad zählt zu den »Extratouren«, die sich quer über die Rhön verteilen. Rund 17 Kilometer warten auf den Wanderer, der höchste Punkt liegt 624 Meter über NN, und als Wanderdauer werden 6 Stunden angegeben. Eine Zeit, die wir locker überbieten werden. Zwei der höchsten Basaltkuppen im Norden der Rhön stellen die Höhepunkte dar: der Öchsenberg und der Dietrichsberg. Gekennzeichnet ist der Rundwanderweg durch ein knallrotes K auf weißem Grund, oben und unten umrahmt von »Extratour Keltenpfad«.

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Markantes Keltenzeichen

Schon vorab: An keiner Stelle hatten wir etwas an der Beschilderung zu meckern, wenn nicht … tja, der Schlenderer mal wieder geistig aushäusig gewesen wäre. Aber dazu und zur noch im Raume stehenden Trennung später mehr (Knabberzeug und ein großes Glas Getränk für den Leser wären angebracht.)

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Kelten-Spielplatz

 Jeder Wanderweg hat so seine vorgeschlagene oder angeratene Gehrichtung. Der Keltenpfad verläuft wie eine 8, startend am Keltendorf. Das bauchige längere Teilstück passiert den Dietrichsberg, das Kopfstück touchiert den Öchsenberg. Den soll man wohl zuerst erwandern, also im Uhrzeiger vom Kopf zum Bauch. Wir aber folgen unserem Bauchgefühl, wenden uns gegen den Uhrzeiger und nähern uns zuerst dem südlich liegenden Dietrichsberg. (Selbst ich bin nun verwirrt.)

Nur ein kurzes Stück schlurfen wir über Asphalt, um recht zügig nach links über Wiesenwege und an Weiden vorbei langsam an Höhe zu gewinnen. Höhe heißt Aussicht in der Rhön, wenn auch – wie wir noch sehen werden – »unsere« beiden Berge ungewöhnlich bewaldet für Rhöner Verhältnisse sind. Das aber verleiht der Wanderung das richtige Keltenfeeling, denn der Kelte als solcher fand sich oft im Buchenwald wieder. Der nördliche Teil der Rhön wird auch als »Buchonia« bezeichnet, was vermutlich als keltischer Begriff für »gebirgiges Waldgebiet« steht.

Das Wetter zeigt sich uns auch heute gewogen, Sonnenstrahlen sprenkeln unseren Weg, der uns auch an Ginsterbüschen und spätestens jetzt doch an Aussichten entlangführt. Die Augen gleiten über die sanften Abhänge und ins weit ausfächernde Tal bei Sünna und Unterbreizbach, den nächsten Orten. Die Rhön ist auch am zweiten Tag natürlich noch unbekanntes Terrain für uns, weshalb die Orientierung – welcher Berg ist dort und welches Städtchen da – ohne Land- oder Wanderkarte schwerfällt. Die Wanderkarte liegt zwar im Rucksack, aber heute ist uns nicht danach, alle Nase lang dies und jenes auszupacken. Wir wollen wandern. Deshalb begnügen wir uns mit nichtwissendem Genießen, atmen die frische, gar nicht kalte herbstliche Luft tief ein und aus und umrunden den Dietrichsberg in einer weiten Bahn.

Wo ein Berg ruft, warten die Aufstiege. Den Dietrichsberg mit seinen 669 Metern werden wir zwar nicht ganz erklimmen, aber den 626 Meter messenden Geißkopf nahe bei. Zuvor zieht es uns auf gut ausgebauten Waldwegen durch den herrlich frischen Buchenwald in Schleifen hinauf, bis wir die »Große Wiese« erreichen, auf der sogar noch verschämt einige der annoncierten Orchideen blühen. Die »Jagd- und Naturschutzhütte« dann stellt sich als blitzsauberer Rastplatz mit Grillgelegenheit und vielen Sitzbänken samt Tischen dar. Auspacken, aufessen, austrinken ist angesagt, vergoldet mit mittlerweile wohl leicht verbaumten Blicken hinüber zur Wasserkuppe oder zur Milseburg und zum Heidelstein vom Vortag, alles schön übersichtlich kartografiert auf einer Schautafel für Unwissende wie uns.

Nach getaner Rast wandern wir gar nicht lange bis zum erwähnten Geißkopf. Die schöne Aussicht oberhalb eines Säulensteinbruchs verbirgt sich wieder etwas hinter dem Blattwerk, in den blattlosen Monaten aber spielt der Buchenwald hier sicher seine Trümpfe aus und gewährt weite Blicke ins Werratal und zum Thüringer Wald. Früher soll hier eine keltische Kultstätte gelegen sein, von der wir aber gar nichts mehr sehen.

Wenige Schritte abwärts führen uns dann rechts unterhalb der Blockhalde, die beim Zerfall großer Basaltsäulen im Eiszeitalter entstanden ist. Von hier wandern wir auf einem lauschigen Waldweg hinunter bis kurz vor dem Örtchen Wölferbütt. Eine Rasthütte lassen wir rechts liegen, wenden uns am Waldrand stattdessen nach links und gehen gemütlich mit Ab-und-zu-Blicken hinab ins Tal bis zu einer asphaltierten Straße, halten uns links den Hang hinauf, verschwinden aber nach dieser kurzen Episode schon bald wieder nach rechts auf den gemütlicheren Weg, der uns 1,5 Kilometer an einen weiteren Abzweig führt. Auf schmalem Pfad nähern wir uns dem Keltendorf, genießen die letzten Momente trauter Zweisamkeit, bis dass der Weg sich für uns scheidet.

Petra hat zwar nicht genug, aber möchte nicht mehr weiter. Gründe gibt es ein paar, doch haben sie alle nichts mit dem Spaß an diesem Wanderweg zu tun. Die Trennung fällt hart, aber herzlich aus (ich wollte schon »herzhaft« schreiben, ein deutliches Zeichen für einen Hungerast beim Schreiben …), Petra wendet sich nach links ab von mir, ich mich nach rechts. An zahlreichen Plätzen findet sich wie hier eine »Keltenpfad-Einstiegstafel«, die neben einer Wegzeichnung auch einige erläuternde Zeilen zum Weg vorhält. Während Petra nach wenigen Schritten schon das Keltenhotel mit Tee und Kuchen und einem Platz an der Sonne erreicht, schnaufe ich auf den folgenden Metern hangaufwärts wie ein alter Ochs.

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Zeit zur Trennung.

Weitere der sehr aufschlussreichen Infotafeln wie vorhin finden sich natürlich regelmäßig entlang des Keltenpfads – beispielsweise zur »Wallanlage auf dem Öchsen«. Leider lese ich auch, dass durch die Basaltgewinnung große Teile der Anlage zerstört wurden, nach 1964 wurden sogar größte Teile der Basaltsteinwälle abgetragen. Viel von der keltischen Höhensiedlung geblieben ist also nicht mehr, zumal ja der Gipfel des Öchsen abgetragen wurde. Wir sollten also nicht immer schockiert reagieren, wenn wir von zerstörtem Kulturerbe jenseits unseres Landes hören, sondern auch vor der eigenen Haustüre kehren.

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Hinauf zum Keltenkreuz!

 Na ja, meine Gedanken beim Aufstieg sind andere, freundlichere, wenn auch etwas atemlos, denn bis hoch zum Öchsenberg sind’s einige Höhenmeter, und ich öchse (der muss sein!) ganz schön, als ich nach einer letzten Kehre die Rhönklubhütte samt Rastplatz samt Menschen (Frauen, Männer, Kinder bunt gemischt) erblicke. Ich schaffe auch noch die Eisenleiter hinan, quere den links und rechts abfallenden Kamm und stehe auf dem Plateau. Bilder sagen mehr als tausend Worte, sagt man, also lasse ich die Fotos spreche. Die Aussicht unterhalb des Keltenkreuzes (nachgebaut) jedenfalls ist wahrhaft famos, Schautafeln zeigen mir die Gipfel auf, die ich erblicke: Milseburg, Wasserkuppe, Rimberg, der Hohe Meißner und viele andere, die ich nicht einmal namentlich kenne, dazu Orte wie Geisa oder Sünna und die Halde Hattorf. Hier bleibe ich auf einer Bank ganz allein einige ganze Zeit lang sitzen, der Wind weht mir um die Nase, die Sonne tränkt mich mit Wärme – spätestens jetzt ist die Entscheidung, den Öchsenberg mehr zum Ende der Wanderrunde zu besteigen, die richtige Entscheidung. Ich kann mir Zeit lassen, ohne zu denken: Du hast noch einiges an Wegstück vor dir.

Wobei …

Also runter vom Öchsenberg bis zum Abzweig, der mich von der breiten Zufahrtsstraße links auf einen engen Waldweg führt. »Darf’s ein bisschen mehr sein?«, fragt mich ein Hinweisschild zur »Großen Basaltbruchwand«. Ach, wenn ich schon mal hier bin. Also strack den Hang hinab. Und hinab. Und weiter hinab. Fast bis zur Talsohle. Dann rechts ab zur besagten Bruchwand, die ich staunend hinaufstarre.

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Bruchwand.

Weit oben winkt mir der Gipfel des Öchsenbergs zu, ein eindrucksvolles Bild, dass ich mit dem anschließenden bergauf zum vorigen Abzweig abrunde.

 

Froh über den ebenerdig verlaufenden Waldweg gelange ich zum »Schmückleplatz«, wie mir wieder ein informatives Schild erklärt, einem vom »Freiwilligen Arbeitsdienst« errichteten Rastplatz. Der fasziniert mich aus geschichtlichen Gründen so sehr, dass ich quasi die Orientierung verliere, mich stramm nach rechts wende (was mir grundsätzlich ja so was von fern ist!) und den Berg hinab eile …

… bis ich auf den Zuweg zum Öchsenberg stoße, knapp vor dem dramatischen Platz, an dem Petra und ich uns trennten. Ich erkläre kurzerhand diesen Absatz zur fluchfreien Zone, ansonsten schösse nicht nur den Lesern, sondern selbst mir die Schamesröte ins Gesicht. Ein weiteres Mal also nehme ich die Füße in die Hände oder so und öchse den Berg hinauf, diesmal ungute Gedanken im Sinn. Am Rastplatz unserer Altvorderen gucke ich mir noch einmal das Hinweisschild an. Sehr genau, als ob der Weg nicht doch falsch ausgewiesen sein könnte und dieses zusätzliche Wegstück nicht auf meine Kappe ginge.

Vergiss es! Verdammt noch mal, der Weg ist so gut ausgeschildert, dass nur Volldeppen wie ich sich verlaufen. (Bitte beachten, fluchfrei galt nur für den vorhergehenden Absatz.)

Aber tief im Herzen bin ich den ganzen Tag über schon so gut gelaunt, dass mir der, ähem, freiwillige Abstecher nicht die gute Laune verderben kann. Stattdessen verwöhnt mich der Weg mit einem gemächlichen »Rund um den Berg herum«.

Ein Schlenker bringt mich noch zum Rastplatz »Kleines Steinmeer«, zwischendurch springe ich noch vom engen Waldweg in die Büsche, als eine wilde Schar auf einem Moped hinter mehr herangerauscht kommt. Drei (!) johlende junge Menschen jagen über den Waldweg vorbei. Ich hinterher. Zwar nicht johlend, aber grinsend, bis ich die Zufahrtsstraße zum Keltenhotel erreiche, bald dem ausgebauten Weg dorthin folge und meine mir entgegeneilende Petra in die Arme schließe.

Wir entschließen uns bei Tee und Kaffee und Kuchen, die Trennung auf Zeit wieder zu beenden. Ist auch besser so für mich, denn Petra hat ja den Autoschlüssel.

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Der letzte Kaffee vor dem Abendessen

Doch soll man den Tag nicht vor dem Abend loben.

Was isst der Rheinländer mit Vielvölkereinschlag so im Keltenhotel? Natürlich das »Keltentöpfchen Asterix« mit Gänsebrust und Serviettenklößen, während Petra sich dem Wildgulasch zuneigte mit Sherry und Pilzen und Preiselbeeren und Kräuterhefeklößen. Alles frisch zubereitet, also sehr lecker. Und natürlich alles ratzeputz aufgegessen. Das Bier süffelte ich aus dem Keltenbecher, den Tonkrug sackte ich am nächsten Tag noch gegen einen Obolus ein. Dass der Tonkrug bei Akru-Keramik im von Neuwied 15 Kilometer entfernten Hillscheid stammt, störte mich da nicht, denn das geprägte Motiv ist aufs Keltenhotel abgestimmt.

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Guten Appetit!

Und so lobe ich natürlich nach diesem schmackhaften Abend den gesamten Tag! Pappensatt und voller stimmungsvoller Bilder im Kopf sanken wir danieder – zum Glück am rechten Ort, nämlich gleich in die Hotelbetten. Die waren wohlig-weich und lockten uns gleich in den Schlaf.

Am stärksten haften bleibt bei mir der Aufstieg zum Öchsenberg mit seiner grandiosen Rundumsicht. Das Keltenhotel entpuppte sich als sehr schöner Ort zum Entspannen und zum Essen. Der »Keltenpfad« zeigte sich bei schönem Wetter natürlich von seiner besten Seite. Die Weitblicke beschränken sich zwar auf einige ausgewählte Örtlichkeiten, doch haben sie mich jedes Mal begeistert. Die Beschilderung ist ausgezeichnet. Die Informationstafeln zu den Kelten und zur Region sind höchst informativ. Für die komplette Wanderrunde sollte man sich inklusive Einkehr und Genießen (sprich: Sitzen und gucken und lesen) einen Tag reservieren.

Am abschließenden dritten Tag werden wir noch das Keltendorf betreten und einen Schäfer besuchen. Dazu dann in den beiden letzten, kürzeren Beiträgen mehr.

 

[Hinweis! Unsere Bloggerreise auf dem HOCHRHÖNER erfolgte auf Einladung der Top Trails of Germany und Rhön Tourismus & Service GmbH und wurde von diesen gesponsert. Die Wanderschuhe stellte uns LOWA zur Verfügung. Die Regenschirme erhielten wir von EuroSchirm.]

Schlenderer

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... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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2 Responses

  1. Heidi

    Hallo Karl-Georg, mit so viel Witz und so tollen Fotos von deinen Wanderungen zu lesen, da juckt’s mich direkt wieder in den Füßen… Bin noch auf der Suche nach einem “Wanderprojekt” für das nächste Jahr (dieses Jahr: Natursteig Sieg) und werde mit Sicherheit deine Seite als oberste Quelle zur Inspiration nutzen – vielen Dank für so viel Arbeit, die du dir hier machst!
    Viele Grüße von Heidi

    Antworten
    • Karl-Georg Müller

      Hallo, Heidi!
      Das freut mich natürlich sehr! Wenn ich ein Wanderprojekt fürs nächste Jahr suchen müsste, wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte. ;-) Es gibt so viele Wege, die noch unbewandert von mir sind – was ja wirklich wunderbar ist. In der kommenden Zeit (na, vielleicht eher ab dem Frühjahr, wenn das Wanderwetter wieder zu mehr Wanderungen einlädt) werde ich auch wieder mehr Wanderberichte schreiben können.

      Antworten

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