Grün! Gebt mir mehr Grün!

Womit anfangen? Also, anfangen mit Wandern. Für ein Wanderbuch wie »Rheingau/Taunus. Wanderungen für die Seele«. Wenn der Frühling naht, aber noch nicht richtig da ist. Die Sonne lockt, sich aber ab und an noch schüchtern unter oder hinter der Wolkendecke versteckt. Irgendwie müssen ja alle Touren fürs Wanderbuch unter Dach und Fach gebracht werden. Und am besten, nein, am schönsten bei atemraubendem schönem Wetter und saftiggrünen Wiesen und Weiden und blühenden Sträuchern und Büschen und sanft im Wind schwingenden Blättern. Das alles schon allein, damit das Wandern dem Autor auch Lust und Freude macht, die sich dann nicht nur in den Fotos, sondern auch im beschreibenden Text widerspiegelt.

Ein Wanderweg also muss den Anfang fürs Wanderbuch machen. Die erste Tour führte meinen Schwager Herbert und mich zum Großen Feldberg. Fotos davon offeriere ich zu einem späteren Zeitpunkt. Die erste Tour im Mai führte meinen Wanderfreund KD und mich mitten hinein in den Wispertaunus. Obschon der Wispertalsteig alle Eigenschaften zeigt, die einen eindrucksvollen Wanderweg auszeichnen, mühte ich mich beim Fotografieren ziemlich ab. Die Fotoauswahl war geringer als sonst, was nicht am Wispertalsteig lag.

Nun ist es ja so, dass der Mensch sich beispielsweise von einem Androiden wie Data durch Gemüts- und Gefühlsschwankungen unterscheidet. Es gibt gute Tage, es gibt schlechte Tag, und dann gibt es die Tage so mittendrin. Wenn dann noch usseliges Wetter hinzutritt – ich will nicht sagen, dass dann der Tag versaut ist, aber eine gewisse innere Lethargie dämpft dann auch die Fotografierlaune.

Im Anschluss war daher für mich klar, dass ich den Wispertalsteig noch ein weiteres Mal erwandern musste. Einige weitere Fotos, mit denen ich dann meinen Frieden schließen konnte, sprangen dabei heraus. Insgesamt ist die Fotoauswahl im Wanderbuch nun so, dass sie die schönen Seiten des Wispertalsteigs so wiedergibt, dass es sogar mir gefällt.

Wispertalsteig

Gefallen hat mir der Wispertalsteig allemal, und ich bin mir sicher, dass er zu den Wanderwegen zählt, die ich nicht zum letzten Mal gewandert bin. Zudem der Wispertaunus in diesem Jahr nicht nur durch weitere Rundwanderwege und den Wispertaunussteig – siehe auch die Pionierwanderungen im Wispertaunus – erschlossen werden soll, sondern überhaupt einen oder mehrere Besuche lohnt – siehe dazu auch meine kleine Fotosauswahl zu Tour 20 »An der Kleinen Wisper«.

Der Wispertalsteig ist rund 15 Kilometer lang und weist fasst 500 Höhenmeter auf. Wir starteten jeweils an der Lauksburg im Wispertal. Das gab uns die Möglichkeit, im Anschluss die Mägen in der Lauksmühle zu füllen und in den Forellenhöfen nahebei fangfrische Forelle zum abendlichen Grillen einzutüten.

Beispielsweise bei Amazon kann das Wanderbuch aber bereits vorbestellt werden, ein Blick ins Buch ist auch bereits möglich – speziell Tour 1 ist gut sichtbar. Offiziell erscheint »Rheingau/Taunus. Wanderungen für die Seele« Anfang April im Droste Verlag.

 

Schlenderer

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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