Das Wanderportal NATUR AKTIV ERLEBEN veröffentlicht alle zwei Monate eine neue Wandertour, meistens in die Eifel, aber auch in die angrenzenden Regionen (Rhein, Mosel, Westerwald) eingebettet. Auf der übersichtlich Portalseite finden sich zu jeder Tour alle relevanten Informationen: Wegbeschreibung, Anreise, Wegbeschaffenheit und vieles mehr. Die Streckenverläufe können mit Google Maps oder Google Earth nachvollzogen werden; die entsprechenden Links werden vorgehalten.

Da die Touren in aller Regel nicht über bekannte, also ausgeschilderte Wanderwege laufen, ist ein GPS-Gerät zwingend notwendig. Die dazu angebotenen Dateien beinhalten dann neben dem Streckenverlauf noch Wegpunkte wie Rastbänke, Gastronomie und Parkplätze.

Ob die Wegstrecken noch gut zu gehen sind oder ob sich Hindernisse vorfinden, geben Wegepaten an die Seitenbetreiber weiter. Dazu sind Wegepaten, die »ihre« Strecke wenigstens einmal im Jahr wandern, immer gerne gesehen. Ich habe mir als Wegepate die Tour 27 »Wacholder Bergheide Tour« bei Arft nahe beim Nürburgring ausgeguckt. Zuletzt wanderte ich die Rundtour vor wenigen Tagen. Die Tour selbst mit den oben genannten Detailangaben und vielem mehr findet sich hier:

Tour 27 – Wacholder Bergheide Tour

Wie der Traumpfad starte ich die Tour an der Wintersportanlage in Arft. Von dort führt ein weicher Wiesenweg am Straßenrand zum ersten Höhepunkt mit traumhaft platziertem Rastplatz an einem kleinen Biotop und verbunden mit einer Aussicht über die Eifelhöhen.

Von hier tauche ich bald in den Wald ein. Heute wird sich die Temperatur kaum über 20 Grad trauen, aber im Sommer ist der folgende lange Abschnitt eine Wohltat: Bäume, so weit das Auge reicht. Der Waldweg windet sich in Schleifen um den Welfsberg. Der wiederum lädt später zum Rasten ein, als sich der Wald lichtet und eine Bank mit wieder weiter Aussicht lockt.

Danach folgt ein Wechselspiel von Waldarealen und großer Wiese, die sich zu einem ausgiebigen Picknick im Sommer sicher anbietet. Bald darauf erreiche ich wieder die L10, halte mich rechts in Richtung Arft, überquere die Landstraße und neige mich gemeinsam mit dem Weg an einem noch neuen Rastplatz abwärts. Vor dem Talgrund zieht’s mich auf grasgrünem Weg nach links am Arfter Bach entlang bis zur Talstation am Wintersportgelände. Mit dem folgenden Anstieg überwinde ich rund 90 Höhenmeter und gelange bald zum Heidbüchel mit ausgeprägter Heidelandschaft. In einer Schleife wird der Heidbüchel umrundet, ich gehe heute mit dem Uhrzeiger, sodass ich die Aussicht von der Kuppe aus zum Ende hin genieße.

Während ein Stück beim Heidbüchel gemeinsam mit den Arfter Runden und dem Traumpfad verläuft, verlasse ich diese kurz vor dem Wanderparkplatz nach rechts, gehe nun wieder auf nicht ausgeschilderten Streckenabschnitten bis zur L10. Unterwegs passiere ich etliche Ginsterbüche, die aber in diesem Frühjahr arg verdorrt aussehen; vom Eifelgold sehe ich hier und da einige goldgelbe Blüten, doch weniger, als ich erhofft hatte.

Nachdem ich die L10 überquert habe, bringt mit der Waldweg innerhalb weniger Minuten wieder zum Traumpfad. Der schließt sich mir dann zum Dr.-Menke-Park an, ein weiteres größeres Heidegebiet mit Aussichten zur Hohen Acht.

Ein letztes Mal quere ich dann die L10 und umrunde den Raßberg. Wie bei meiner Wanderung im letzten Jahr staunen mich rechter Hand in einem großen eingezäunten Areal Ziegen und Schafe an, mit deren Hilfe die Heideflächen kultiviert werden.

Am Wanderparkplatz endet dann meine etwa 18 Kilometer lange, sehr entspannende Rundwanderung. Diese Tour wandere ich mit Vergnügen, weil sie Abwechslung bietet: viele Heidegebiete mit mannigfacher Vegetation, dazu schattige, ruhige Waldabschnitte mit Kerbtälern, unterbrochen von Wiesen, garniert sogar mit Wiesenwegen, ansonsten vornehmlich Wald- und Feldwege. Mehr brauche ich nicht für einen entspannten Wandertag.

 

Schlenderer

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... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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2 Responses

  1. Guido De Beucker

    Die Wandervorschläge von NAE verfolge ich auch schon eine ganze Weile; bis jetzt hatte ich noch keine Gelegenheit, eine Wanderung tatsächlich zu gehen; dabei käme eine Wanderung im belgischen Hohen Venn wohl als erste in Frage. Dein Bericht macht auf jeden Fall Laune :-)

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    • Schlenderer

      Auch ich bin noch nicht viele von NAE gewandert, was in den letzten Jahren aber hauptsächlich an den Wanderbüchern liegt – da liegen die Prioritäten halt anders. Aber ich blättere gerne durch die Seite von NAE und entdecke öfter Runden oder Touren, die mich reizen. So sehr, dass wir an Pfingsten die nächste NAE-Tour wandern. ;-)

      Antworten

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