Knapp 12 Kilometer eitel Sonnenschein – ein Tag zum Wandern auf dem Traumpfad Hatzenporter Laysteig an der Mosel.

Obwohl – auf Foto 1 sieht man das Waldsofa, auf dem ich mich gemütlich einrichtete. Das klappte bestens, weil außer mir kaum jemand unterwegs war (abgesehen von einer agilen Wandergruppe, die ich erst an der Probstmühle vom Hangpfad aus sah und später am letzten Rastplatz vor dem Dolling – doch dazu mehr in den nächsten Tagen im Wanderblog.) Die Verlockung ist da groß, die Beine baumeln und die Sinne schlendern zu lassen.

Irgendwann raffte ich mich und den Rucksack auf und streifte durchs Maifeld. Wobei streifen bei dem seifigen Geläuf heute nur leidlich gelang, schliddern beschreibt’s eher. Später suchten meine Füße noch die Kreuzlay heim, bevor mich selbige (ich habe sie zum Glück immer dabei) ins Schrumpftal trugen. Hinunter also, ein Stück gemeinsame Sache machen mit dem Schrumpfbach, dann an der besagten Mühle wieder an Höhe gewinnen. Bei der Probstmühle lugte noch eine muntere Wandergruppe mit unbekanntem Ziel durchs Baumgeflecht – wir sollten uns noch wiedersehen.

Oben beim Süsseburg kurz an der Rastbank, die garantiert jeder für ein kurzes Verschnaufpäuschen nutzt, tief ein- und ausgeatmet, mit einem letzten »Ommm« dann weiter über die Höhen und irgendwann wieder in die Weinberge geflutscht.

Zuvor machte ich noch einen Abstecher zum Küppchen. Von dort oben starten Gleitflieger, heute leider nicht. Also gleite ich zurück und lege die letzten Meter nach Hatzenport zurück. Doch stopp, den eigentlich wollte ich an einer himmlisch postierten Raststation ein Päuschen einlegen. Wen treffe ich hier? Die muntere Wandergruppe von vorhin, offenbar abkürzungskundig, denn sie waren schneller als ich und schnabulierten dort, wo ich rastieren wollte.

Also weiter bis zur wirklich letzten Rastmöglichkeit vor der Autoabfahrt.

Am Dolling wartet dann noch eine Kletterpassage auf mich, die ich jedem empfehlen kann, der einmal eine Leiter ausprobieren oder an Stahlseilen sicher ein kleines Stück hinabhangeln möchte. Zum Probieren, ob so etwas für einen selbst geeignet ist, sehr schön.

Den Hatzenporter Laysteig wanderte ich noch vergleichsweise selten, auch weil er einer der am weitestens von Neuwied entfernten Traumpfade ist. Damit tue ich ihm Unrecht, ich mag das Wechselspiel von Hangpassagen und Ausblicken über die Mosel und ruhigeren Wiesenwegen auf den Höhen. Das Maifeld ist, wenn ich es von Neuwied aus über Mülheim-Kärlich und so weiter durchfahre, nicht spektakulär. Landwirtschaftlich genutzte Flächen domineren das Bild, für aufregende Wanderwege ist ds wenig Platz.

Hier wird dieser Abschnitt sehr schön unterbrochen beispielsweise durch das Schrumpftal. Mir gefällt das. Verbunden mit den verlockenden Rastplätzen brauche ich für den Traumpfad dann doch etwas länger … Dafür bin ich anschließend satt – vom guckenden und vom essenden Genießen. :-)

Der Traumpfad Hatzenporter Laysteig auf der Traumpfade-Seite: Hatzenporter Laysteig

Mein Wanderführer zu den Traumpfaden bei Amazon: Unterwegs auf den Traumpfaden

Schlenderer

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... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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