14,1 Kilometer lang schlängelt sich der »Traumpfad Waldseepfad Rieden« durch die hügelige Eifel. An Besonderheiten warten der Sauerbrunnen in Rieden auf mich, der abwechlungsreiche Aufstieg durch Wald und an Wiesen und Feldern entlang zum Gänsehals. Die Aussicht vom Gänsehalsturm, die mich noch einmal schnaufen lässt, bis ich die Aussichtsplattform erklommen habe. Dann der sanfte Abstieg zur Gänsehalshütte mit famosen Aussichten in die Pellenz, auf den Laacher See und weiter ins Rheintal. Als Nächstes warten zwei Bänke beim Maifeld-Blick auf mich, bevor ich wieder in Wald eintauche. Am Udelseck könnte ich mich auf ein Waldsofa sinken lassen, wenn die Außentemperatur – zu Beginn der Wanderung im Dezember verharrte das Thermometer bis Minus 7 Grad – nicht dagegen spräche. Also wandere ich flink hinunter zum Waldsee, der bei dem heutigen wunderbaren Winterwetter gut besucht ist, und lege die letzten Meter zu meinem Ausgangspunkt am Sauerbrunnen zurück.

Für die Wanderung sollte man rund 4 1/2 Stunden veranschlagen, die 464 Höhenmeter wollen ja auch geschafft werden. Neben dem idyllisch in die Flanken der umliegenden Berge eingebetteten Waldsee begeistert mich bei diesem Traumpfad besonders das Wechselspiel zwischen stillen Waldpassagen und herrlichen Aussichten. Wer mehr über den Weg erfahren will, wird in meinem Wanderführer »Unterwegs auf den Traumpfaden« fündig. Wer einen Blick in mein  Traumpfade-Buch werfen möchte, kann dies HIER machen.

Neu und lustig: der Schröpfomat. Mein Grund, nicht vom Waldsee zu starten, sondern weiter nach Rieden zu fahren und dort am Sauerbrunnen meine Wanderung zu beginnen. Der Parkplatz dort (rund 10 Stellplätze) war bis auf ein anderes Fahrzeug leer und kostenfrei; den Sauerbrunnen erreicht man über die Straße Langen Bahn gleich nach dem Ortseingang rechts (vom Waldsee kommend). Ansonsten halte ich es für eine Superidee, dass ein Traumpfad janz weit draußen verbunden wird mit einer kostenpflichten Parkmöglichkeit – wir Wanderer gönnen uns ja sonst nichts. Schön auch, dass nirgends ersichtlich wird, wer den Obolus einsäckelt. In Rieden steht am Kirmesplatz in der Kirchstraße ein weiterer Parkplatz zur Verfügung. Übrigens ist der Start am Sauerbrunnen überhaupt schön, weil ich so den Waldsee am Schluss der Rundtour noch vollständig entlangging – bis zum Sauerbrunnen sind es rund 800 Meter.

Schlenderer

Schlenderer

... wandert nicht nur in den Regionen um das Rheintal, sondern auch andernorts - und berichtet darüber in seinem Blog Schlenderer. Schreibt fantastische, erotische und kriminelle Geschichten. Ist Paper&Pen-Rollenspieler der ersten Stunde - und riskiert noch heute gern sein Leben am Spieltisch.
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